11.02.2021 - 16:52 Uhr
AmbergOberpfalz

Die Mehrheit der Amberger Bürger soll entscheiden

Die IG Menschengerechte Stadt startet in Amberg ein Bürgerbegehren gegen die geplante Bebauung des Bürgerspital-Areals im Herzen der Altstadt. Ein Kommentar dazu von Andreas Ascherl.

So sieht nach der aktuellen Plänen des Investors Ten Brinke der Blick vom Spitalgraben aus auf den Gebäudekomplex auf dem Bürgerspital-Areal aus. Die IG Menschengerechte Stadt startet jetzt ein Bürgerbegehren gegen dieses Projekt.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil
Kommentar

So richtig überraschend kommt das Bürgerbegehren gegen den Ten-Brinke-Bau auf dem Bürgerspital-Areal ja nicht. Es hatte sich zuletzt schon im Stadtrat angedeutet, dass die IG Menschengerechte Stadt in absehbarer Zeit diesen Schritt tun würde. Mutig ist es trotzdem, ihn in der derzeitigen Situation zu gehen. Corona und seine Folgen machen das Sammeln von Unterschriften mit Sicherheit nicht einfach. Trotzdem sind die Initiatoren besten Mutes, von mindestens 2400 Ambergern und Ambergerinnen eine Unterschrift zu bekommen.

Letztendlich ist dieses Bürgerbegehren nur konsequent. Warum sollen nicht die Bürger entscheiden, ob sie tatsächlich den Ten-Brinke-Bau auf dem Bürgerspital-Areal wollen? An dieser Stelle kommt jetzt sicher wieder das Gegenargument von der gewählten Stadtratsmehrheit, die genau dieses Projekt wolle. Tatsächlich ist es aber so, dass die Amberger bei den Kommunalwahlen keine einzelnen Projekte wählen sondern meist ein Gesamtpaket und/oder einzelne Personen, die ihnen sympathisch sind. Viele eingefleischte CSU-Wähler reden nicht nur hinter vorgehaltener Hand gegen das Ten-Brinke-Projekt, in anderen Pro-Parteien verhält es sich ähnlich. Da kann die vermeintliche Mehrheit schnell einmal zu einer Minderheit kippen – gelebte Demokratie eben.

Zum Artikel über das Bürgerbegehren

Amberg

 

 

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