29.05.2018 - 12:15 Uhr
AmbergOberpfalz

Raub-Urteil hat Bestand

Die Revisisonsfrist ist verstrichen. Nun muss das Trio, das wegen des brutalen Raubüberfalls auf ein Amberger Juweliers-Ehepaar zu zum Teil empfindlichen Haftstrafen verurteilt wurde, gegen die mutmaßlichen Rädlesführer aussagen.

Symbolbild
von Michael Zeissner Kontakt Profil

(zm) Gegen die kurz vor Pfingsten ergangenen Urteile gegen ein Trio aus Litauen, das Ende Juli vergangenen Jahres das Juwelier-Geschäft Tsavaris in der Unteren Nabburger Straße überfallen hat, wurde keine Revision eingelegt. Das bestätigte Landgerichtspräsident Harald Riedl auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Die Urteile haben damit Rechtskraft erlangt. Als Vorsitzender der Großen Jugendstrafkammer war Riedl maßgeblich an den Schuldsprüchen wegen schweren Raubs gegen die Männer im Alter zwischen 19 und 36 Jahren beteiligt. Verhängt wurden Haftstrafen von drei, sieben und acht Jahren. Zweien der abgeurteilten Litauer wurde zudem eine Drogentherapie auferlegt.

Die drei Männer müssen nun gegen zwei später festgenommene mutmaßliche Komplizen und wohl Rädelsführer der Tat aussagen, da sie sich nicht mehr auf ein Zeugnisverweigerungsrecht berufen können. Der brutale Überfall auf das Juweliers-Ehepaar steht nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler nämlich im Zeichen eines bandenmäßigen Vorgehens. Die beiden vermutlichen Mittäter, 27 und 32 Jahre alt, waren in ihrer Heimat festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Sie sitzen derzeit in U-Haft und waren als Zeugen in dem Verfahren bereits vernommen worden, machten jedoch keine Angaben. Der Prozesstermin gegen sie steht noch nicht fest.

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