06.10.2021 - 14:58 Uhr
AmbergOberpfalz

Staatsministerin Michaela Kaniber eröffnet Ausstellung Industriewelten in Theuern

Industriewelten begreifbar machen, das ist ein Anliegen der mit Leader-Mitteln geförderten Ausstellung im Bergbau- und Industriemuseum Theuern. Zur Eröffnung am Mittwoch kam sogar Staatsministerin Michaela Kaniber.

Beim Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises (von links): Stellvertretender Landrat Nürnberger Land, Robert Ilg, Museumsleiter Martin Schreiner, Bezirksrat Martin Preuß, Bürgermeister Roland Strehl und sitzend: Ministerin Michaela Kaniber und Landrat Richard Reisinger.
von Klaus HöglProfil

Die Vorbereitungen haben lange gedauert, die Unterstützer, Projektbeteiligte, Förderer und Kooperationspartner waren zahlreich. Viele Firmen haben einmalige Objekte als Leihgaben zur Verfügung gestellt, durch das Leader-Programm wurde die völlige Neukonzeption der Dauerausstellung im ersten Stock des sanierten Nord- und Westflügels ermöglicht: Im Bergbau- und Industriemuseum Theuern war am Mittwoch Ausstellungseröffnung. Und dem bedeutsamen Ereignis entsprechend war die Liste der Ehrengäste „allumfassend und lückenlos“ wie Landrat Richard Reisinger feststellte. Den Charakter der Ausstellung unterstrich schon allein die Anwesenheit der Staatsministerin Michaela Kaniber an der Spitze eines massiven Auftritts von Ehrengästen den hohen Stellenwert. Und wohl auch die Einmaligkeit der Dauerausstellung „Industriewelten begreiflich machen – Abteilung Industriegeschichte im Bergbau und Industriemuseum". Landrat Reisinger erinnerte an die tiefe Verwurzelung der Menschen mit ihrer Montangeschichte, dankte dem Freistaat für die „großzügige Unterstützung“. „Es ist ein besonderer Moment, wenn man solche Projekte wie dieses seiner Bestimmung übergeben darf“, freute sich Ministerin Kaniber über die Eröffnung der Ausstellung. Sie zeigte sich eloquent und gut vorbereitet und lachte fast verlegen als Florian Gröninger mit dem Akkordeon „Lass mich nie mehr allein – Michaela" intonierte.

"Wissen, woher man kommt"

"Die Menschen sollen wissen, was sie prägt, welche Geschichte sie haben", betonte die Ministerin. „Man muss immer wissen, woher man kommt. Man muss wissen, dass es Generationen vor mir nicht leicht hatten“, schrieb sie ins Stammbuch. „Was hier in dieser Region geschaffen wurde muss man aufzeigen. Bayern ist durch Handwerk groß geworden und vor allem auch ihre Region.“ Die Ausstellung sei ein "wirkliches Vorzeigeprojekt um die regionale Originalität hochzuhalten". Kurze Worte von Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl und dem Vertreter des Bezirks, Martin Preuß, leiteten zum Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises über.

Einzigartige Dauerausstellung

Die Präsentation selbst zeigt anhand von sechs Kapiteln die industrielle Entwicklung Ostbayerns vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart auf. Eine Besonderheit ist hierbei, dass momentanen Entwicklungen im Oberpfälzer Industriesektor viel Raum gegeben wird, um konkrete Perspektiven für junge Menschen innerhalb der Region darzustellen. Anfänge, Hochblüte, Krisen und Boomzeiten der Industrie in der Region Oberpfalz und darüber hinaus werden dargestellt in einer einzigartigen, geradezu aufsehenerregenden Dauerausstellung. "Durch die Realisierung der neuen Dauerausstellung ist ein unmittelbarer Präsentations- Vergegenwärtigungsraum für eine traditionsreiche, vielfältige und immer noch sehr bedeutende Industrielandschaft Deutschlands geschaffen worden“, stellte Museumsleiter Martin Schreiner heraus. Kuratiert wurde die Präsentation von Ulrike Laufer, die Realisierung erfolgte gemeinsam mit dem Gestaltungsbüro Impuls Design und die Umsetzung erfolgten in enger Kooperation mit dem Industriemuseum Lauf/Pegnitz, erklärte Schreiner. Der innovative Charakter der Ausstellung wurde entscheidend durch die enge Vernetzung und Kooperation mit der OTH Amberg-Weiden gefördert. "Die Neukonzeption und Realisierung der neuen Dauerausstellung zur Industriegeschichte Ostbayerns wurde durch das Leader-Förderprogramm, durch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, die Landesstiftung und den Bezirk Oberpfalz großzügig unterstützt", so Schreiner vor dem abschließenden Rundgang.

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Amberg
Blick in die Ausstellung.

 

 

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