01.10.2020 - 14:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Auch der Stadtrat beerdigt das interkommunale Gewerbegebiet mit Ursensollen

Nach dem Bauausschuss beendet nun auch der Stadtrat offiziell das Verfahren für die Aufstellung eines interkommunalen Gewerbegebiets mit Ursensollen bei Atzlricht im ehemaligen Übungsplatz der Bundeswehr.

Bei Ullersberg führt eine Brücke über die Bundesstraße 299. Hier wäre das Interkommunale Gewerbegebiet mit Ursensollen erschlossen worden. Das entsprechende Planfeststellungsverfahren wurde übrigens noch nicht beendet.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Nach dem Bauausschuss beendet nun auch der Stadtrat offiziell das Verfahren für die Aufstellung eines interkommunalen Gewerbegebiets mit Ursensollen bei Atzlricht im ehemaligen Übungsplatz der Bundeswehr.

Nachdem der Gemeinderat Ursensollen in Sachen interkommunales Gewebegebiet schon im Januar den Stecker gezogen hat, war es für die Amberger Stadträte eigentlich nur noch eine Formalie, das Ende für die Aufstellung der parallelen Bebauungspläne sowie die Änderungen des Flächennutzungs- und Landschaftsplans zu beschließen. Trotzdem überkam die einen große Freude, die anderen bedauerten den von Ursensollen gemachten Schritt als "krasse Fehlentscheidung".

Für die Stadt Amberg hat die Beendigung der Verfahren aber eine ganz praktische Seite, wie Baureferent Markus Kühne am Montag im Stadtrat erläuterte. Nicht nur, dass die für das Gewerbegebiet reservierten Flächen bisher nicht als Ausgleichsflächen für andere Maßnahmen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Zusätzlich habe ja für diese Areale, die Gewerbegebiet werden sollten, an anderer Stelle wieder Ausgleichsfläche ausgewiesen werden müssen. "Auch diese Flächen können durch die Zuordnung nicht mehr für andere aufzustellende Bebauungspläne als Ausgleichsflächen des Naturschutzes verwendet werden", sagte Kühne.

"Das ist ein sehr, sehr schöner Tag für Amberg", kommentierte Klaus Ebenburger (Grüne) die Entscheidung. Tatsächlich habe man inzwischen gelernt, dass für die Prosperität einer Stadt nicht nur die schiere Masse an Gewerbegebieten, sondern das sich Wohlfühlen ausschlaggebend sei. "Schade, dass nicht die eigene Weisheit zu diesem Entschluss geführt hat", sagte Ebenburger in Richtung der Befürworter eines Gewerbegebiets im Bereich Atzlricht. "Nein", konterte Birgit Fruth (SPD), "das ist eine absolute Fehlentscheidung. Man hätte das Gewerbegebiet schon vor vielen Jahren machen müssen." Ihrer Ansicht nach fühlen sich die Menschen in Amberg wohl, wenn es eine Masse an Arbeitsplätzen gebe. "Ich halte es nach wie vor für sinnvoll, gemeinsam mit anderen Kommunen so etwas zu machen", redete OB Michael Cerny interkommunalen Gewerbegebieten das Wort, bevor er zur Entscheidung schritt. Die ging ohne Gegenstimme aus.

Zur Vorberatung im Bauausschuss

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