27.03.2021 - 15:54 Uhr
AmbergOberpfalz

Ten Brinke: Rückendeckung von ÖDP und SPD

Es herrscht Wahlkampf in Amberg: Befürworter und Gegner des Bauprojekts auf dem Bürgerspital-Areal in der Altstadt werben um die Gunst der Bürger.

Die Amberger Altstadt von oben. In der Mitte des Kreises liegt das Bürgerspital-Areal. Der Kreis soll das Einzugsgebiet für den geplanten Lebensmittel-Nahversorger markieren.
von Externer BeitragProfil

Die Interessengemeinschaft (IG) menschengerechte Stadt sammelt Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen die aktuellen Pläne des Stadtrates und des Immobilienunternehmens Ten Brinke. Mehrfach hat die IG ihre Bedenken bereits gegenüber Oberpfalz-Medien geäußert. Im Gegenzug melden sich auch diejenigen zu Wort, die die Planung auf den Weg gebracht haben und umsetzen wollen. Die CSU-Stadtratsfraktion hat das bereits getan. Jetzt erläutern auch ÖDP und SPD ihre Haltung zu dem Projekt.

ÖDP-Fraktionschef Klaus Mrasek erklärt, die Neubebauung des Bürgerspital-Areals falle deutlich flächensparender aus, "als es bislang von den Gegnern des Projektes in den Raum gestellt worden ist". In einem intensiven Dialog zwischen der Stadtratsmehrheit aus CSU und ÖDP sowie Ten Brinke seien die Pläne so angepasst worden, dass der geplante Neubau nur noch einen Versiegelungsgrad von rund 50 Prozent aufweisen werde. Erreicht werde dies unter anderem durch eine "konsequente Begrünung sämtlicher Dachflächen". Laut Mrasek prüfe Ten Brinke gerade, ob eine Nutzung von Fernwärme möglich sei.

Der geplante Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss werde für den fußläufigen Einkauf konzipiert. Für Mrasek ein klarer Vorteil: Dies werde Bewohner der östlichen Altstadt dazu animieren, auf Autofahrten zu anderen Supermärkten zu verzichten.

Von der SPD-Fraktion gibt es ein ähnliches Statement: Im östlichen Teil der Altstadt gebe es bisher keine Möglichkeit zum Einkauf von Lebensmitteln. Der geplante Nahversorger ist für Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth ein "wesentlicher, positiver Aspekt der Belebung in diesem Quartier". Auch hinter dem Konzept des kleinteiligen Wohnens stehe die SPD. Fruth: "Völlig rational auch, dass die einen Stellplatz für ihre Fahrzeuge brauchen. Das ist Standard für jedes neu geplante Wohnhaus."

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