07.02.2020 - 16:31 Uhr
AmbergOberpfalz

Tonnenschwere Betonpfeiler über Schule gehievt

Freitagnachmittag und kein Feierabend in Sicht. Am Max-Reger-Gymnasium wird geschuftet – aber nicht von Schülern. Bauarbeiter leisten im Innenhof Maßarbeit für tonnenschwere Deckenteile, die per Kran über die Schule gehievt werden müssen.

Ein 4,4 Tonnen schwerer Betonpfeiler schwebt über dem Max-Reger-Gymnasium. Insgesamt mussten 20 dieser Teile am Freitagnachmittag über die Schule am Kaiser-Wilhelm-Ring gehoben werden.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Für die Gymnasiasten war schon nach der vierten Stunde schulfrei. Aus Sicherheitsgründen. Für Kranführer, Lkw-Fahrer, Bauarbeiter und Hausmeister ging ab 12 Uhr die Arbeit erst so richtig los. Weiträumig waren die Parkplätze vor der Schule abgesperrt, um Platz zu schaffen für Autokran und Transportfahrzeuge. 20 Betonpfeiler mit einer Länge von 8,60 Meter, einer Breite von 1,20 Meter und einem Gewicht von je 4,4 Tonnen mussten einzeln über die dreistöckige Schule gehievt werden. Die Arbeiter hatten dazu etwa vier Stunden veranschlagt.

Sobald die Betonfertigteile den Weg an den Ort ihrer Bestimmung gefunden haben, bilden sie das Dach eines barrierefreien Mehrzwecksaales. Er entsteht im Innenhof, ist von drei Seiten von den Außenmauern des Altbaus eingeschlossen und wird eine Glasfassade mit außenliegender Sonnenschutzvorrichtung erhalten. Im Inneren soll künftig das künstlerische Herz des musischen Gymnasiums schlagen, denn neben den 240 Sitzplätzen steht vor allem die halbkreisförmige Bühne im Mittelpunkt. "Er wird zu Beginn des neuen Schuljahres im September 2021 sowohl als Klausursaal und Pausenhalle, als auch als Veranstaltungsort für Chorproben, Konzerte und Theateraufführungen dienen", sagte Josef Pühler vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach.

Die Betonfertigteile bilden im Innenhof des Max-Reger-Gymnasiums das Dach für den neuen Mehrzweckraum.

Aus dem Archiv 2016: Finanzierung für den dritten Bauabschnitt steht

Am Max-Reger-Gymnasium ist man seit Jahren das Umbauen und Sanieren gewöhnt. Mittlerweile ist die Behörde bei Bauabschnitt drei von vier angelangt. Eine Randerscheinung für den Ausbau des Innenhofs: Der bisherige Festsaal, in dem Generationen von Schülern ihren ersten Schultag erlebten, Konzerte bestritten oder über Abiprüfungen schwitzten, bekam einen Mauerdurchbruch verpasst. Jetzt rollen dort Bagger hindurch. "Da blutet einem schon das Herz", verriet MRG-Projektbetreuer Christoph Matz. Das Spektakel am Kaiser-Wilhelm-Ring lockte viele Schaulustige an die Abgrenzungen. Der dritte Bauabschnitt ist mit rund 10,7 Millionen Euro veranschlagt. Damit liegen die Gesamtkosten für die Sanierung bei 22,15 Millionen Euro. Aktuell besuchen 440 Jugendliche das Max-Reger-Gymnasium.

Aus dem Archiv 2018: Mauerdurchbruch im Festsaal

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