07.04.2021 - 19:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Zwei neue Impfstationen in Amberg und Amberg-Sulzbach

Die beiden Impfzentren der Region in Amberg (JuZ) und in Sulzbach-Rosenberg (LCC) erhalten Außenstellen: eine in der Kennedyschule in Amberg, eine in Auerbach. Dadurch sind kurzfristig mehr Impfungen möglich.

In die ehemalige US-amerikanische Schule in der Kennedystraße in Amberg zieht eine Außenstation des BRK-Impfzentrums ein.
von Markus Müller Kontakt Profil

Der Kreisverband Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) als Betreiber der beiden regionalen Impfzentren richtet in der Helmut-Ott-Halle in Auerbach eine zusätzliche Impfstation ein, ebenso in der ehemaligen US-Schule in der Kennedystraße in Amberg. Damit folgt man dem Beispiel anderer Gebietskörperschaften. So hat etwa das Impfzentrum Weiden bereits vor einigen Wochen Außenstellen in Pressath und Vohenstrauß eingerichtet.

Laut BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller gehen die beiden neuen Impfstationen erstmals vom 14. April bis längstens 20. April in Betrieb, „um eine in dieser Woche erwartete größere Lieferung des Impfstoffs von Astrazeneca, die nach aktueller Einschätzung unsere Kapazitäten überschreiten würde, verwenden zu können“.

Maximum: 858 Impfungen am Tag

Auch nach diesem Zeitraum will er das so handhaben: Die beiden Impfstationen werden immer dann vorübergehend in Betrieb genommen, wenn die Kapazitäten der stationären Impfzentren am Maximum angelangt sind. Das liegt derzeit rechnerisch bei 858 Impfungen pro Tag und ist zuletzt in der Praxis sogar einige Male übertroffen worden. Mit den Zusatzkapazitäten lässt sich die theoretische Summe auf 1082 steigern. Die Impfungen nehmen dabei die bisherigen mobilen Impfteams vor. „Jeweils zwei mobile Impfteams werden bei Bedarf zu einer Impfstation zusammengeschlossen“, erklärt Schaller.

Wie viel Impfstoff in den nächsten Wochen geliefert wird, kann Schaller mangels verlässlicher Ankündigungen nicht genau sagen. Angaben vom Freistaat, die auf 560 tägliche Impfungen für Amberg und den Landkreis zusammen hinauslaufen, wurden in der Praxis weit übertroffen. Das wird laut Schaller mindestens bis zum 20. April so bleiben. Dennoch habe der Freistaat auf der Basis der 560 Impfungen für die Impfzentren einen Ausbaustopp verhängt. „Die Errichtung dieser beiden Impfstationen ist unser Weg, um trotz dieses Ausbaustopps die real ankommenden Impfstoffmengen verwenden zu können.“

Bisher 562 Impfungen durch Hausärzte

Mit 1082 täglichen Impfungen sei dann aber langsam das Ende der Fahnenstange erreicht. „Denkbar wären, wenn die Erfahrungen ab dem 17. April gut sind, nochmal 100 zusätzliche Impfungen obendrauf. Dann – mit der Möglichkeit, doppelt so viel zu verarbeiten, wie eigentlich angekündigt wurde – sind unsere Möglichkeiten vor Ort erschöpft.“

Wenn es dann noch mehr werden solle, müsse der Freistaat seinen Ausbaustopp beenden und vor allem ausreichend zeitlichen Vorlauf gewähren. Über den zusätzlichen Impfstoff, den die Region als Hochinzidenzgebiet bekomme, freue man sich sehr, sagt Schaller. „Wir würden uns allerdings wünschen, dass man uns und den anderen Impfzentrumsbetreibern im Freistaat erlauben würde, uns auch mittelfristig ordentlich auf größere Impfstoffmengen vorzubereiten.“

Stand Dienstagabend wurden in Amberg und Amberg-Sulzbach 26.343 Erst- und 10.798 Zweitimpfungen vorgenommen. Den Gesamtzahlen nach liegen die beiden Impfzentren ziemlich gleichauf: Amberg 16.612, Sulzbach-Rosenberg 16.681. Erstimpfungen durch Hausärzte gab es bereits 562. An die Krankenhäuser wurden 3377 Impfdosen geliefert.

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Amberg

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