11.11.2021 - 10:25 Uhr
Oberpfalz

Aufräumen macht glücklich

Stapeln sich schon wieder irgendwelche Dinge in Ihrer Wohnung, so dass Sie in dem Chaos gar nichts mehr finden? Schaffen Sie Ordnung, rät die OWZ-Glücksexpertin. Denn dann werden Sie sich garantiert sehr schnell sehr viel besser fühlen.

Ordnung im Kleiderschrank tut auch der Seele gut.
von Evi WagnerProfil

„In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt“, erkannte Arzt und Schriftsteller Ernst Freiherr von Feuchtersleben schon im 19. Jahrhundert. Und auch wir erkennen immer spätestens dann, wenn das Chaos um uns herum wieder einmal überhandnimmt, dass Unordnung alles andere als glücklich macht. Tatsächlich ist das Aufräumen in den vergangenen Jahren zum echten Trend geworden. Die Verheißung lautet: Wenn wir es schaffen, uns von Gerümpel und Überflüssigem zu trennen, werfen wir alten Ballast ab, machen uns frei – und schaffen zugleich Raum für Neues.

Die Bücher sowie die Netflix-Serie von Aufräumexpertin Marie Kondo haben Millionen Fans, laut „Time Magazine“ zählt die Japanerin mittlerweile sogar zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Und dabei ist ihre Botschaft eigentlich ganz simpel: „Alles, was dich nicht glücklich macht, kann weg.“ Zwei Drittel in jedem Haushalt und an jedem Arbeitsplatz können laut Kondo entsorgt werden. Jetzt fragen wir uns vielleicht, ob uns das Messer in der Küchenschublade oder der Drucker im Büro tatsächlich glücklich machen. Eins steht allerdings fest: Weg können diese Dinge sicher nicht, weil wir sie für unseren Alltag brauchen.

Ob wir nun die „KonMarie-Methode“ gut oder schlecht finden, sei jedoch mal dahingestellt. In einem hat die Frau tatsächlich recht: Aufräumen macht glücklich. Dahingehend ist man sich heute auch in der Psychologie einig. Ein Grund: Wenn wir unser Ziel, einen Raum zu putzen und aufzuräumen, erreicht haben, reagiert unser Körper daraufhin mit dem Ausschütten von Glückshormonen. Unser Belohnungssystem funktioniert hier genauso wie etwa beim Leistungssport. Wir müssen also gar keinen Marathon laufen, um Endorphine zu produzieren. Es genügt dafür schon eine erfolgreiche Aufräum-Aktion.

Dazu kommt, dass Unordnung sich tatsächlich auf unseren Gemütszustand auswirkt. Nicht selten spiegelt das Chaos im Kleiderschrank oder Wohnung das eigene Innere wider. Das Gegenteil von Unordnung – also Ordnung – ist laut Psychologen ein Zeichen eines gesunden Geistes und einer glücklichen Psyche. Das eine bedingt somit das andere. Aufräumen schafft Ruhe und Klarheit, hilft uns, den Blick für das Wesentliche zu schulen. Nicht zu vergessen: Wir sparen uns Zeit und Nerven, weil wir uns nicht mehr lange mit dem Suchen von bestimmten Dingen aufhalten müssen. Also, los geht's. Lassen Sie uns Ordnung schaffen.

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