18.04.2019 - 11:59 Uhr
BärnauOberpfalz

Geschichtspark treibt Winter aus

Immer am Ostermontag gibt es im Geschichtspark Bärnau-Tachov ein schönes Programm. Dabei wird nach altem Brauchtum auch der Winter ausgetrieben.

Korbmacher im Geschichtspark.
von Autor AWOProfil

Mit "Winteraustreiben", Wildkräuterführung für Kinder, Ostereierfärben, musikalischer Unterhaltung und einem Markttag mit authentischer Handwerkskunst im Hochmittelalter des Geschichtsparks lädt der Verein Via Carolina - Goldene Straße traditionell am Ostermontag von 11 bis 18 Uhr zum Frühlingsfest ein. Aus ganz Deutschland und Österreich reisen Darsteller an. Die Interessengemeinschaft 14. Jahrhundert belebt die Häuser und Hütten und lässt die Besucher in die Zeit des Mittelalters eintauchen.

Um 11 Uhr erfolgt zum Start des Frühlingsfestes das Winteraustreiben im Geschichtspark. Dazu wird eine Strohpuppe, die den Winter symbolisiert, verbrannt. Dieser Brauch, der als Winteraustreiben oder Todaustragen bezeichnet wird, ist vor allem aus Süddeutschland, aber auch Polen und Böhmen bekannt. Bis heute wird in Nürnberg im Frühling eine Strohpuppe, die den Winter symbolisiert, auf dem Hauptmarkt verbrannt.

Auch Dudelsack zu hören

Mit Dudelsack, Teufelsgeige, Gitarre und Gesang wird die Gruppe Svandabanda aus Pilsen auf dem Vorplatz des Geschichtsparks aufspielen. Der Verein wartet mit Frühlingspizzas und Leckerem vom Grill auf. Die Besucher können teilhaben an der Kunst des Eiergravierens, das heute nur noch selten praktiziert wird, oder dem Korbflechter bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Die Kinder erfahren viel Wissenswertes über Osterbräuche und färben Eier.

Jeweils um 11 Uhr und um 13 Uhr steht für Kinder eine Wildkräuterführung auf dem Programm. Kinder suchen und entdecken Wildkräuter im Geschichtspark, anschließend werden mit den gesammelten Wildkräutern Eier gefärbt. Schon im Mittelalter kennzeichnete das Osterfest den Übergang vom harten Winter zum lange ersehnten Frühling. Die Gäste können erleben, wie Bewohner diesen Festtag in ihren Hütten und Häusern begehen.

Strohpuppe.

Waschen der Wäsche

Im Geschichtspark findet zudem im Bereich des Hochmittelalters ein Markt mit authentischer Handwerkskunst von Keramik, Schmuck und Wolle bis hin zu Schmiedeartikeln und Bogenbau statt. Neben authentischer Küche der Zeit und häuslichem Handwerk, wie Spinnen, Hutmachen und Löffelschnitzen, wird auch den alltäglichen Verrichtungen des Haushalts nachgegangen. Man sieht Darsteller beim Waschen der Wäsche oder bei der Arbeit im Garten.

Am Osterwochenende liegt der Fokus der Belebung auf Beleuchtungsmitteln der Zeit und privater Religiosität sowie mittelalterlichem Brauchtum rund um das Osterfest. Mittelalterliches Handwerk wird auf der Dauerbaustelle der Reisestation zu bewundern sein. Es wird gemauert, werden Steine gespalten und Balken behauen. Dabei kann auch das neue Wahrzeichen der Reisestation, ein original rekonstruierter Mittelalterkran zum Lastentransport, besichtigt werden. Auch zwei neue Bewohnerinnen, die Rotviehdamen Linda und Bea, können auf der Weide besucht werden.  

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