Birgland
10.03.2021 - 12:22 Uhr

Drohne fliegt im Auftrag der Wasser-Zweckverbände

Um die Geschossflächen eines Anwesens auszumessen, muss dort niemand mehr zu Hause sein. Die Schwend-Poppberg-Gruppe und die Illschwang-Gruppe holen sich die Daten jetzt aus der Luft.

Interessierte Beobachter einer Flugdrohnenvorführung in Baumgarten durch zwei Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Dachau waren die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann (links), der Bürgermeister der Gemeinde Illschwang, Dieter Dehling, (rechts) und der Verbandsvorsitzende zur Wasserversorgung der Schwend-Poppberg-Gruppe, Elmar Halk (Zweiter von rechts) Bild: no
Interessierte Beobachter einer Flugdrohnenvorführung in Baumgarten durch zwei Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Dachau waren die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann (links), der Bürgermeister der Gemeinde Illschwang, Dieter Dehling, (rechts) und der Verbandsvorsitzende zur Wasserversorgung der Schwend-Poppberg-Gruppe, Elmar Halk (Zweiter von rechts)

Im Vorfeld der anstehenden Sanierung von Wasserleitungen hat der Zweckverband der Schwend-Poppberg-Gruppe ein Ingenieurbüro aus Dachau beauftragt, die Geschossflächen zu ermitteln, die dann der Berechnung von Herstellungsbeiträgen zugrunde gelegt werden. Die Daten dazu werden von Flugdrohnen geliefert. Der Wasserverband der Illschwang-Gruppe betreibt aktuell zwar keine Sanierungspläne, aber um jederzeit auf genaue Maße zugreifen zu können, schloss er sich der Maßnahme an.

Bisher nahm sich ein Vermessungstechniker jedes Anwesen einzeln vor, wenn es galt, die Geschossflächen zu ermitteln. Dazu mussten die Bewohner zu Hause sein. Zudem waren die Daten bei diesem zeitaufwendigen und kostenintensiven Verfahren noch nicht digital verfügbar.

Auf der Suche nach einer kostengünstigen Alternative stieß der Vorsitzende der Schwend-Poppberg-Gruppe, Elmar Halk, auf ein Angebot des Ingenieurbüros Seidl aus Dachau. Es setzt bei der Geschossflächen-Ermittlung eine georeferenzierte Flugdrohne ein, die bei schönem und windstillem Wetter bis zu 35 000 Quadratmeter Grundstücksfläche innerhalb einer halben Stunde schafft. Zwei Mitarbeiter der Firma führten das Gerät bei einem Ortstermin in Baumgarten in der Gemeinde Birgland vor.

In eine Höhe von 50 bis 75 Meter zieht die Drohne ihre Bahnen, die zuvor ein Computer berechnet hat, um ein 3D-Modell des jeweiligen Gebäude zu erhalten. Im Zusammenspiel von vorhandenen Messdaten und neu gewonnenen Erkenntnissen wird anschließend ein Aufmaßblatt erstellt. Das bekommt auch der Beteiligte zu sehen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Wenn alle Aufmaßblätter auf Richtigkeit geprüft worden sind, dienen sie später als Grundlage zur Erhebung der Herstellungsbeiträge.

Der Wasserzweckverband der Schwend-Poppberg-Gruppe werde in den nächsten Jahren weiter in die Trinkwasserversorgung investieren müssen, um das überalterte Wasserleitungsnetz zu sanieren, sagte Halk. Um die Kosten gerecht an alle Anschlussnehmer zu verteilen, sei eine Aktualisierung der Global- und Beitragskalkulation erforderlich. Dafür brauche es aktuelle und nachvollziehbare Bemessungsdaten: "Mit Zahlen, die zum Teil dreißig Jahre oder älter sind, kann der Zweckverband nichts mehr anfangen."

Zwei Mitarbeiter des Ingenieurbüros zeigen die Flugdrohne und das Steuergerät. Bild: no
Zwei Mitarbeiter des Ingenieurbüros zeigen die Flugdrohne und das Steuergerät.
Schwend/Birgland28.02.2021
 
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