28.02.2021 - 15:07 Uhr
Schwend/BirglandOberpfalz

Wasser-Zweckverband Schwend-Poppberg: Neue Leitungen und digitale Zähler

Mit der Entscheidung über den Einsatz von digitalen Wasserzählern mit Funkauslösung, dem Einsatz von Flugdrohnen zur Ermittlung der Geschoßflächen und der Einstellung eines neuen Mitarbeiters zeigte sich der Zweckverband zukunftsorientiert.

Bei der Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Schwend-Poppberg Gruppe wurde Henrik Teut als neuer Mitarbeiter vorgestellt; von links: Wasserwart Thomas Utz, Wassermeister Peter Kölbel, neuer Mitarbeiter Henrik Teut, Verbandsvorsitzender Elmar Halk und die Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, Brigitte Bachmann.
von Norbert WeisProfil

Zur Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Schwend-Poppberg-Gruppe trafen sich die Verbandsräte in der Birglandhalle in Schwend, unter ihnen die drei Bürgermeister Brigitte Bachmann (Birgland), Dieter Dehling (Illschwang) und Stefan Braun (Kastl).

Verbandsvorsitzender Elmar Halk stellte in seinem technischen Jahresbericht den Zweckverband vor. Im Jahr 2020 hatte das Wasserleitungsnetz eine Gesamtlänge von 110 Kilometern. Es gibt 752 Hausanschlüsse, wobei 2115 Einwohner versorgt werden. Das benötigte Wasser kommt aus zwei Brunnen, wobei aus einem etwa 33 000 Kubikmeter und aus dem zweiten rund 184 000 Kubikmeter gepumpt werden.

Schwenderöd und Dettnach

Halk kam auf aktuelle Maßnahmen des Zweckverbands zu sprechen. Der Wasserleitungsbau von Frechetsfeld nach Eckeltshof wurde wegen des Wintereinbruchs unterbrochen. Mit den Restarbeiten wird demnächst begonnen. Für dieses Jahr ist die Erneuerung der Wasserleitung in den Bereichen Schwenderöd und in Dettnach geplant.

Bei der 1,2 Kilometer langen Wasserleitung nach Dettnach will der Verband neue Wege gehen und die Rohre in Eigenregie verlegen. Das Leistungsverzeichnis für den Tiefbau sowie den Einkauf des Materials übernimmt der Verbandsvorsitzende; die Leitung verlegt das Wasserwerkspersonal. Dadurch sollen rund 35 Prozent der Baukosten eingespart werden. Vorsitzender Elmar Halk: "Künftig möchten wir auf diese Weise jedes Jahr ein Projekt in dieser Größenordnung verwirklichen. So können die Kosten für die Sanierung gering gehalten werden."

Lob gab es für die Beseitigung einiger Wasserrohrbrüche in verschiedenen Ortschaften, wobei teilweise sehr schlechte Wetterverhältnisse herrschten. Im Zweckverband wurde auch mit der Digitalisierung der Wasseranschlüsse begonnen. Zur Zeit läuft die Ermittlung der beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschoßflächen. Der Überflug erfolgt mit Hilfe einer Drohne, womit ein Ingenieurbüro aus Dachau beauftragt wurde. Das Fluggerät schwebt in einer Höhe von etwa 50 bis 100 Metern über die Grundstücke hinweg und liefert dabei spezielle Luftbildaufnahmen. Aus den ermittelten Daten wird eine individuelle Planzeichnung des jeweiligen, beitragspflichtigen Grundstücks erstellt. Dabei entsteht ein Aufmaßblatt, welches die ermittelten Geschoßflächen erfasst.

Auf Vorschlag von Elmar Halk stellten die Verbandsräte die Weichen für den Einsatz von digitalen Wasserzählern mit Funkauslösung. Ein entsprechendes Musterobjekt konnte in der Sitzung begutachtet werden. Es sollen mit dem Gerät die bisherigen Wasserzähler mit Flügelradzähler ersetzt werden. Verbandsrat und Bürgermeister Stefan Braun berichtete von den positiven Erfahrungen, die man damit schon in Kastl gemacht hat. In die von der Leiterin der Verwaltungsgemeinschaft Illschwang Isabel Köstler neu erarbeiteten Satzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung wurde die Umstellung mit eingearbeitet. Die Ursprungssatzung stammt aus dem Jahr 1993. Sie wurde 1997 teilweise abgeändert. Bis 2021 hatte sie somit Gültigkeit. Einstimmig befürwortete das Gremium die neue Satzung.

Neuer Mitarbeiter

In personeller Hinsicht stellte der Zweckverband ebenfalls die Weichen für die Zukunft. Seit 1. Januar ist Henrik Teut aus Schwend als weiterer Mitarbeiter beschäftigt. Bei seiner Vorstellung betonte der Vorsitzende: "Als gelernter Anlagenbauer verfügst du schon über gute Grundlagen für die neue Tätigkeit. Ich erhoffe mir gute Zusammenarbeit im Team mit Wassermeister Peter Kölbel. Für mich ist gut ausgebildetes Personal sehr wichtig." Teut wird zunächst eine Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgung machen und dann die Nachfolge des bisherigen Wasserwarts Thomas Utz antreten, wenn er in ein paar Jahren in Rente geht.

Zustimmung fand der Abschluss des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands für das Jahr 2019 und das Ergebnis der Jahresrechnung für 2020. Vom Prüfungsverband wurde der Jahresabschluss für 2019 mit einer Bilanzsumme von 2 110 035 Euro und einem Jahresgewinn von 41 029 Euro festgestellt. Der Gewinn wird zur Tilgung der bestehenden Verlustvorträge verwendet.

Die Jahresrechnung für 2020 schließt im Verwaltungshaushalt mit einem Betrag von 610 106 Euro. Vom Verwaltungshaushalt konnten zum Vermögenshaushalt 111 794 Euro zugeführt werden. Der Vermögenshaushalt schließt 2020 mit 924 098 Euro ab. Die Gesamteinnahmen und -ausgaben belaufen sich somit auf 1 534 204 Euro.

Mehr zur Wasserversorgung

Schwend/Birgland

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.