01.09.2021 - 18:00 Uhr
Oberpfalz

Die Drei-Stunden-Regel

Ob es um Stress in der Arbeit, Streit mit Nachbarn oder einen unfähigen Handwerker geht - wir alle neigen dazu, hin und wieder einen Wutanfall zu bekommen. Nehmen Sie sich in einem solchen Fall drei Stunden Zeit, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Wut in den Griff bekommen, das funktioniert mit der Drei-Stunden-Regel.
von Evi WagnerProfil

„Ich könnte ausrasten!“ Es gibt immer wieder Situationen, die uns wütend machen. Ob es nun darum geht, dass wir uns ungerecht behandelt fühlen, jemand unverschämt zu uns war oder die Dinge einfach nicht so laufen, wie wir erwartet haben – in diesen Situationen kommt es fast immer darauf an, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Tatsächlich tun wir uns auch als Erwachsene oftmals schwer, Wutausbrüche zu kontrollieren. Wir sagen dann Sachen, die wir eigentlich gar nicht sagen wollten und werden unnötig verletzend. Oder aber wir fressen die unguten Gefühle einfach in uns hinein und haben das Gefühl, an ihnen zu ersticken.

Fest steht: Zuviel Wut kann uns nicht nur am logischen Denken hindern, sondern auch zu ernsthaften Problemen mit unserem Umfeld führen und uns sogar richtig krank machen. Wut tut also niemals gut – und glücklich macht sie erst recht nicht. „Das stimmt schon“, sagen Sie jetzt vielleicht. „Aber was soll ich denn tun, wenn ich wütend werde?“ Sie können jetzt natürlich anfangen zu meditieren oder andere Techniken zur Entspannung anwenden, das kann Sie allgemein gelassener werden lassen. Doch in einer konkreten Situation hilft das erst einmal wenig.

Hier wird von Psychologen gerne die sogenannte „Drei-Stunden-Regel“ empfohlen. Diese besagt: Sie sollten sich einfach drei Stunden Zeit nehmen, um ein negatives Ereignis zu verarbeiten. Nach dieser Zeit werden Sie dann in der Lage sein, das Problem zu lösen und angemessen mit Ihren Emotionen umzugehen. „Das ist ja schön und gut, aber ich bin nun mal jetzt wütend“, sagen Sie nun vielleicht. Ja, da haben Sie natürlich recht. Dieses Gefühl der Wut dürfen und sollen Sie auch in diesem Moment akzeptieren und zulassen. Das heißt ja nun nicht, dass Sie es hinnehmen müssen, von ihm kontrolliert zu werden.

Atmen Sie erst einmal tief durch, lösen Sie die Anspannung und versuchen Sie, die negativen Gedanken abzumildern. Anschließend nehmen Sie sich drei Stunden Zeit, um in Ruhe nachzudenken. Fragen Sie sich: Was bedrückt mich? Was kann ich tun, um mich besser zu fühlen? Und was kann ich tun, um zu verhindern, dass diese Situation wieder auftritt? Wichtig ist: Wenn Sie zu einer Antwort gekommen sind, sollten Sie auch handeln und den Konflikt oder das Problem vernünftig lösen. Diese drei Stunden lohnen sich immer – und Sie können Ihre Wut getrost vergessen und sich wieder glücklich fühlen.

Denken Sie positiv

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