13.05.2020 - 09:48 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Bürgermeister Erich Meidinger feiert 50. Geburtstag

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An seinem 50. Geburtstag ist Ebermannsdorfs neuer Bürgermeister Erich Meidinger 14 Tage im Amt. Anders als geplant, wird er diesen Festtag tagsüber im Rathaus an sich vorüberziehen lassen und abends daheim mit seiner Familie feiern.

Ein entspannt wirkender neuer Bürgermeister: Erich Meidinger feiert heute seinen 50. Geburtstag.
von Christine Wendl - wecProfil

1970 in Amberg geboren, verbrachte Meidinger mit seinen drei Geschwistern eine schöne Kindheit in Pittersberg, wie er Oberpfalz-Medien wissen lässt. Nach der Schule begann er in Bodenmais eine Kochausbildung, die er im Drahthammerschlössl in Amberg vollendete. Mit 18 lernte er in der Ebermannsdorfer Dorfdisco Flirt seine Martina kennen, heiratete sie nach einigen Jahren und zog mit ihr in deren Elternhaus im Heideweg, das er mit dem Größerwerden der Familie ebenfalls ausbaute.

Trainer von Sara Däbritz

Während einer vierjährigen Bundeswehrzeit machte er die Ausbilderprüfung und absolvierte im Anschluss eine Weiterbildung zum Diätkoch. Nach der Geburt seiner beiden Kinder war er ehrenamtlich als Elternbeirat in Kindergarten und Schule aktiv. Auch als Fußballtrainer zeigte er vollen Einsatz, erst beim SC Kreith/Pittersberg, später bei der SpVgg Ebermannsdorf. Hier trainierte er schon die Allerkleinsten – analog dem Alter seiner Kinder, die mit fünf Jahren bereits große Träume vom Fußballstar hatten. Unter ihnen war auch ein kleines, dunkelhaariges Mädchen, das bereits im Kindergartenalter ihren vorwiegend männlichen Mitspielern zeigte, wie Fußballspielen geht: Die kleine Sara Däbritz – heute mehrfache Europa-, Welt- und Olympiasiegerin. Meidinger entdeckte und förderte ihr Talent früh und ist heute auch ziemlich stolz darauf, wie weit sie es inzwischen gebracht hat. Logisch war dann auch, dass er die Gründung der Fußballmädels beim heimischen Sportverein anstieß, heißt es.

Seit 2008 Gemeinderat

Aber auch kulturell und kirchlich war und ist Erich Meidinger schon immer engagiert. Zu Zeiten von Altbürgermeister Albert Gruber rief er den Bürgerball ins Leben, den er zehn Jahre lang mit Tom Krybus organisierte und aus dessen Einnahmen insgesamt 10.000 Euro an Amberger soziale Einrichtungen gespendet wurden. Durch dieses Engagement fand er auch den Weg zur CSU. 2006 trat er dem Ortsverband Ebermannsdorf/Pittersberg bei, war im Jahr danach bereits Beisitzer und seit 2008 Gemeinderat. Seitdem kümmerte er sich als Jugendbeauftragter der Gemeinde um die Belange der jungen Gemeindebürger, erhielt dafür 2012 den Bürgerpreis der Sparkasse Amberg-Sulzbach. Als Mitglied des Arbeitskreises Kultur durfte er dabei sein, als die Kirwa zu Ehren des Heiligen Johannes ins Leben gerufen wurde, die heuer bereits ihren 15. Geburtstag feiern würde - wäre nicht Corona dazwischengekommen.

Schwere Krankheit

Auch sein eigenes Leben durchkreuzte eine schwere Krankheit, die ihn 2010 zwang, seinen Beruf als Diätkoch aufzugeben und sich seiner Gesundung zu widmen. Auch in dieser schweren Zeit organisierte er weiter kulturelle Veranstaltungen (Heißmann und Rassau, D’Raith Schwestern, Six Pack und anderes) im Ort, engagierte sich von 2006 bis 2014 als Pfarrgemeinderat und seit 2013 in der Kirchenverwaltung der Bruder-Konrad-Kirche. Seit 2014 ist er hier auch regelmäßig als Kommunionhelfer im Einsatz. Der Glaube hat ihn auch durch seine Krankheit getragen, sagt er. Er gilt nunmehr als geheilt, was ihn sehr froh und dankbar macht.

Zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Ebermannsdorf

Ebermannsdorf

Seine Wahl zum Bürgermeister erscheint wie eine logische Folgerung seines langjährigen lokalen Engagements in der Gemeinde Ebermannsdorf, wo er bereits seit 2009 stellvertretend, ab 2015 als erster Ortsvorsitzender der CSU die Weichen mitstellte.

Bericht zur Nominierung von Erich Meidinger als Bürgermeisterkandidat

Ebermannsdorf

Am Mittwoch fand die konstituierende Sitzung mit dem neu gewählten Gemeinderat in der Mehrzweckhalle des Domcom statt. Vorrangiges Ziel war das gegenseitige Kennenlernen, das Abstecken der aktuellen Themen, eine neue Geschäftsordnung des Gemeinderates, die Besetzung der Ausschüsse und vieles mehr. Meidinger hofft, dass auch künftig alle miteinander an einem Strang ziehen. Es sei keine Zeit für Machtkämpfe und persönliche Eitelkeiten, meint er. Das Coronavirus sei eine große gesundheitliche Gefahr für alle, er zeigte sich beeindruckt von den spontan von den Bürgern ins Leben gerufenen Initiativen zur gegenseitigen Hilfe.

Wie Erich Meidinger im Gemeinderat seine Ziele skizzierte

Ebermannsdorf

Während des Wahlkampfs habe er viele hundert Haustürgespräche mit den Bürgern geführt und dabei oft festgestellt, dass diesen der Austausch auf Augenhöhe wichtig sei, wie er selbst sagt. Viele hätten das Gefühl, nicht „mit im Boot zu sitzen“. Das möchte er als Bürgermeister gerne ändern. Beibehalten will er auf jeden Fall, die zukunftsorientierte Arbeit und die Projekte seiner Vorgänger umzusetzen. Es gelte, die Neue Mitte zu realisieren, den Breitbandausbau zu forcieren, den Dorfweiher in Pittersberg und die „umfassende Dorferneuerung“ zu planen und umzusetzen. Auch die Bedarfsplanung der drei Ortsfeuerwehren, wie auch das Kernthema „Feuerwehrgerätehaus in Ebermannsdorf“ stehe ganz oben aus dem Zettel. Meidinger ist stolz darauf, dass die Gemeinde wirtschaftlich sehr gut dasteht. Man dürfe daher die Sicherung und den Ausbau des Wirtschaftsstandortes mit den Gewerbegebieten nicht vernachlässigen, sagt er.

Meidinger weist ausdrücklich darauf hin, dass es für ihn in seinem neuen Amt keine Anhänger oder Gegner gibt, sondern nur Bürger, für deren Wohl er sich mit seiner ganzen Kraft einsetzen möchte. Seine Ehefrau Martina stehe voll hinter ihm und hält ihm den Rücken frei, betont er. Erich Meidinger möchte auch in seinem neuen Amt bewusst Zeit für Gemeinsamkeiten freihalten. Die Familie und das gemeinsame Hobby, das Tanzen, sollen nicht zu kurz kommen und auch weiterhin immer wieder für Zeit zum "inneren Auftanken" sorgen, so Meidinger.

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