Ensdorf
04.09.2026 - 17:05 Uhr

Vermessungen an der Vils bei Ensdorf beginnen

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden plant Vermessungen an der Vils bei Ensdorf. Ziel ist ein ökologischer Ausbau des Flusses. Die Arbeiten beginnen am 7. September.

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden kündigt Vermessungsarbeiten an der Vils bei Ensdorf an. Archivbild: Naturpark Hirschwald
Das Wasserwirtschaftsamt Weiden kündigt Vermessungsarbeiten an der Vils bei Ensdorf an.

Das Wasserwirtschaftsamt Weiden lässt in den kommenden Wochen Vermessungen an der Vils im Bereich der Gemeinde Ensdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) machen. Damit beauftragt sind die "galileo-ip Ingenieure" aus Altenstadt an der Waldnaab. Deren Arbeiten beginnen am 7. September und dauern voraussichtlich zwei Wochen, heißt es in einer Pressemitteilung aus Weiden.

Das Wasserwirtschaftsamt appelliert an die Eigentümer der an die Vils angrenzenden Grundstücke, den Vermessern den Zutritt zu den Flächen nicht zu verwehren. Die Behörde erklärt auch, warum das wichtig ist: "Die Vermessung wird für die Planung eines ökologischen Ausbaus der Vils im Bereich der Wasserkraftanlage Leidersdorf benötigt."

Ziel: Lebensraum verbessern

Auf Grundlage der dabei erhobenen Daten wird ein sogenanntes "zweidimensionales hydraulisches Modell" erstellt. Die Behörde erklärt: "Hydraulische Modellierung bedeutet die digitale Nachbildung des physikalischen Wasserflusses im Gewässer und über Land in mehrere Richtungen."

Mit einem solchen Modell können laut Pressemitteilung die Auswirkungen der Planung auf den Abfluss der Vils vorhersagt werden. Das Wasserwirtschaftsamt Weiden will durch den ökologischen Ausbau der Vils bei Leidersdorf die Vils ökologisch aufwerten "und ihre Eignung als Lebensraum für Fische und andere wassergebundene Lebewesen" verbessern. Dies sei auch wichtig, um einen guten ökologischen Zustand der Vils (Note 2 von 5) nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu erreichen.

Zustand ist "unbefriedigend"

Der aktuelle ökologische Zustand der Vils im Bereich zwischen der Einmündung Rosenbach nördlich von Amberg bis Einmündung Lauterach bei Schmidmühlen werde als „unbefriedigend“ (Note 4) eingestuft, teilt die Behörde mit: "Ausschlaggebend hierfür ist die Bewertung der in der Flusssohle vorkommenden Kleinlebewesen (es handelt sich dabei besonders um Insekten und ihre Larven, z.B. Libellen oder Eintagsfliegen, Schnecken und Muscheln). Diese kleinen Tierchen sind wichtige Glieder in der Nahrungskette und eignen sich außerdem hervorragend als Bioindikatoren, das heißt, sie spiegeln in besonderem Maße den ökologischen Zustand des Flusses wider."

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Weiden in der Oberpfalz14.08.2026
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