12.07.2021 - 15:51 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Vernissage zur Jahresausstellung der Ensdorfer Künstler

Unter dem Motto „Kunst im Klosterkreuzgang“ zeigen die Ensdorfer Künstlerinnen und Künstler im Kreuzgang des Klosters ihre Werke. Und das noch bis zum 1. August.

Mundart-Liedermacher Hubert Treml (links) und Gitarrist Robert Prill begeisterten mit ihren meist leisen, manchmal fetzigen Songs.
von Autor TRAProfil

Auf großes Interesse stieß die Vernissage zu dieser mittlerweile 18. Jahresausstellung. Bürgermeister Hans Ram zeigte sich erfreut, dass die vier Künstlerinnen und fünf Künstler „nach einem Jahr des Verzichts auf Begegnung und Betrachtung“ diese Ausstellung ermöglichen. Eine der vielen Aufgaben von Kunst sei, „die Menschen zu bewegen, genauer zu betrachten, nicht bei der oberflächlichen Erstbetrachtung stehen zu bleiben, sondern der Sache auf den Grund zu gehen“. Jeder, ob Künstler oder Kunstbetrachter, so der Bürgermeister, „der sich länger und intensiver mit einem Gegenstand oder auch einem Sachverhalt auseinandersetzt, wird mit Erkenntnisgewinn belohnt werden“. In diesem Sinn wünschte er der Kunstausstellung viele neugierige Menschen, „die der Sache auf den Grund gehen und sich mit Freude in den Bann von Farbe, Licht und Schatten ziehen lassen“.

„So unterschiedlich die Künstlerinnen und Künstler und ihre Weise des In-der-Welt-Seins sind, so vielfältig ist die Kunst“, erklärte Beatrice Nunold und stellte die Kunstschaffenden kurz vor. Margot Babl zeigt Aquarelle, die den Zauber eines flüchtigen Augenblicks einfangen. Fotograf Wolfgang Fetsch malt mit Licht Blumen, mal eher abstrakt, mal filigran bis in kleinste Detail. Die Objekte von Kurt Hügelschäffer sind wunderbar hintergründige Schöpfungen aus Metall. Siegfried Links Werke „gewinnen ihren Tief- und Unsinn aus der assoziativ-spielerischen Begegnung von Farbe, Form und Material“. Das Ehepaar Könemann und Nunold zeigt unter anderem in Fotoarbeiten aus der Fron der Nützlichkeit befreite Dinge in ihrer eigentümlichen Schönheit, außerdem Acrylarbeiten und Drahtfiguren. Bettina Scharr „zaubert mit dem Bleistift die Essenz einer Situation auf das weiße Papier“. Kaja Oursins Landschaften sind virtuose Kompositionen von Farbe, Form und Pinselduktus, während Gerd Seidel Tuschewesen aus Zufalls- und schöpferischen Linien erwachen lässt. Im Namen der Künstlerinnen und Künstler bedankte sich Beatrice Nunold bei allen, die zum Gelingen dieses Kunstereignisses beitragen, insbesondere bei der Gemeinde und dem Kloster.

Dessen Direktor P. Ulrich Schrapp verwies auf das 900-jährige Bestehen des Klosters Ensdorf, das heuer gefeiert werden kann. „Das Kloster war immer ein Ort der Kunst, Kultur und Kreativität“, betonte der Direktor. Die Salesianer Don Bosco, die seit 100 Jahren das Kloster bewohnen, sehen es als ihren Auftrag, diese Aufgaben weiterzuführen, weshalb sie die Jahresausstellung der Ensdorfer Künstler gerne unterstützen.

Den Abschluss der Vernissage bildete ein Hörgenuss. Zusammen mit dem Gitarristen Robert Prill begeisterte Hubert Treml im Innenhof des Klosters mit zumeist sanften und leisen Tönen sowie humorvollen, aber auch nachdenklichen Texten. Bei seinem Konzert mit dem Titel „Himmel“ schaffte es der Oberpfälzer Liedermacher schon mit seinem ersten Song „Wou und Wöi“ das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen zu bewegen. Die Kunstausstellung im Kreuzgang des Klosters Ensdorf dauert bis zum 1. August. Die Werke können täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Die meisten Werke können käuflich erworben werden.

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