29.01.2021 - 13:17 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Saisonkalender für den Winter: Knollen und Kohl

Wer sich im Winter gesund und vielfältig ernähren möchte, kann mit Gemüse der Saison kochen. Wir haben ein Rezept für veganes Curry. Ernährungsberaterin Kristina Heinzel-Neumann erklärt, welche Nährstoffe in den saisonalen Sorten stecken.

Saisonkalender für die Wintermonate Januar und Februar..
von Susanne Forster Kontakt Profil

Kohl, Wurzelgemüse, Knollen und Rüben stehen im Winter auf dem saisonalen Speiseplan. Mit ein wenig Kreativität lassen sich aus diesen Gemüsesorten leckere Speisen zubereiten. Zum Beispiel, wenn sie miteinander kombiniert werden. Gewürze wie Kümmel, Curry oder Senf bringen Pepp in die Rezepte. Tipps kommen von Ernährungsexpertin Kristina Heinzel-Neumann aus Erbendorf.

Topinambur

ist reich an Ballaststoffen und Wasser und sehr kalorienarm. Er enthält den Ballaststoff Inulin, der den Blutzucker langsamer ansteigen lässt. Ist ein optimales Gemüse für Diabetiker. Topinambur entlastet die Bauchspeicheldrüse, senkt den Cholesterinspiegel und ist gutes Bakterienfutter für den Darm. Er ist lecker als Suppe, gekocht oder als Ofengemüse.

Steckrüben

enthalten viel Beta Carotin und viel Kalium. Beim Einkauf sollten kleinere Knollen gewählt werden, weil die größeren oft holzig sind. Steckrüben lass sich wie Möhren gekocht, als Eintopf, als Püree, als Curry oder als Steckrübenpommes zubereiten. Lecker sind sie auch fein geraspelt in Salaten.

Grünkohl

enthält sehr viel Vitamin C. Er eignet sich gut zum Tiefkühlen weil durch die Kälte der Zuckergehalt in der Pflanze steigt. Die holzige Blattrippe entfernen, kurz blanchieren und danach grob gehackt in Olivenöl schmoren

Weißkohl

ist ein optimaler Vitamin-C-Lieferant. Hat einen hohen Anteil an Glucosinulaten, sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Er enthält Vitamin K und ist ein nitrathaltiges Gemüse, daher ist er zur Säuglingsernährung ungeeignet. Weißkohl ist ein ausgezeichnetes Prebiotika für den Darm. Kühl lässt er sich lange lagern. Zubereiten lässt er sich als Sauerkraut, Salat oder Suppe. Lecker ist er auch in Eintöpfen, als Gemüse zur Kartoffel oder als Curry. Um ihn besser bekömmlich zu machen, Weißkohl mit Kümmel verzehren.

Wirsing

enthält viel Vitamin C, zudem Folsäure. Er ist ballaststoffhaltig und enthält Nitrat, daher für Säuglinge ungeeignet. Den Strunk an jedem Blatt entfernen und kurz dünsten, zum Beispiel als Salat, für Eintöpfe und Suppen oder als Kohlroulade. Zwiebeln, Knoblauch, Lorbeer, Curry, Nelken und Senf passen besonders gut zu Wirsing.

Schwarzwurzeln

sind reich an Vitamin E, Kalium und Magnesium. Sie sind mit Topinambur verwandt. Schwarzwurzeln kühl lagern. Der milchige Saft der Pflanze verursacht Flecken, daher besser mit Handschuhen verarbeiten. Die geschälte Wurzel sofort in Zitronenwasser legen damit sie sich nicht dunkel verfärbt und ihre weiße Farbe behält. Der „Winterspargel“, wie die Schwarzwurzel auch genannt wird, eignet sich gut als Beilagengemüse, für Suppen und Eintöpfe.

Chinakohl

enthält viel Folsäure und viel Vitamin C. Chinakohl ist fast das ganze Jahr verfügbar. Er ist empfindlich und fault schnell, deshalb sollte er rasch verzehrt werden. Chinakohl ist lecker als Salat, im Eintopf aber auch in Gemüsepfannen. Für Säuglinge ist er wegen des Nitratgehalts ungeeignet.

Schwarzer Winterrettich

enthält unter anderem die Vitamine A, C und E. Er ist reich an Glucosinolaten, die für den Geschmack des Rettichs verantwortlich sind. Er kann roh in Scheiben zum Beispiel auf Brot gegessen oder als Suppe zubereitet werden.

Chicorée

hat ähnliche Eigenschaften wie Topinambur weil es ebenfalls ein inulinreiches Gemüse ist. Ist sehr Kalorienarm. In einem feuchten Küchentuch eingewickelt ist er im Kühlschrank etwa eine Woche haltbar. Nach dem Schneiden den Chicorée sofort mit Zitronensaft beträufeln damit er hell bleibt. Er kann als Salat, zum Beispiel mit Orangen und Nüssen, als Pfannengemüse oder als Ofengemüse gegessen werden.

Petersilienwurzeln

sind reich an Vitamin C. Sie sind eng verwandt mit der Petersilie. Die Wurzel und auch das Blattgrün können gegessen werden. Nierenerkrankte und Schwangere sollten auf den Verzehr verzichten. Sie können als Cremesuppe, als Gemüsebeilage, mit Kartoffeln als Püree oder als roh geraspelter Salat verzehrt werden. Tipp: Für eine vegane Variante, statt Sahne zum Beispiel eine vegane Soja Cuisine verwenden (gibt es im Supermarkt).

Karotten

sind sehr reich an Beta Carotin und Kaliumreich. Karotten sind mit Giersch und Pastinake verwandt. Sie sind sehr kalorienarm. Karotten immer mit etwas Öl verzehren. Dieser Tipp gilt für alle carotinreichen Obst- und Gemüsesorten. Es muss nicht immer pures Öl sein. Nüsse, Oliven oder Avocado liefern ebenfalls Fettsäuren.

Rote Bete

ist besonders folsäurereich, enthält den sekundären Pflanzenstoff Betanin, wirkt blutdrucksenkend und antibakteriell. Enthält viel Oxalsäure, Kalzium bindet Menschen mit Osteoporose sollten kalziumreiche Lebensmittel und Medikamente getrennt von Roter Bete zu sich nehmen. Menschen mit der Neigung zu Nierensteinen sollten sich beim Verzehr ebenfalls zurückhalten.

Pastinaken

enthalten Ballaststoffe, Eiweiß, Kalium und Vitamin C. Sie wurden wegen ihres hohen Zuckergehalts in Irland früher zur Bierherstellung verwendet. Pastinaken werden heute so wie Karotten zubereitet. Sie schmecken als Rohkostsalat, gekochtes oder gedünstetes Gemüse, Suppe, Soßengrundlage oder als Brei. Sie sind nitratarm und als Babykost geeignet. Lecker sind sie auch mit geraspelten Äpfeln.

Kartoffeln

haben wenig Fett, viel Vitamin B und C und viele Mineralstoffe wie Kalzium und Kalium. Lecker schmecken sie in dünnen Scheiben roh in der Pfanne in Öl angebraten. Für eine Gemüsepfanne Pastinaken und Karotten in Scheibchen schneiden und mit anbraten. Chinakohl klein schneiden und kurz mit andünsten. Mit gemahlenem Kümmel und Kräutern würzen.

Boskoop-Äpfel

werden in Bayern auch Lederäpfel genannt. Sie sind reich an Wasser, Pektinen (Ballaststoffen) und Vitamin C. Besonders gut eignen sich Boskoop-Äpfel als Apfelmus, Apfelpfannkuchen und Bratäpfel.

OWZ-Koch Michael Schiffer kocht mit Gemüse und Tofu

Oberpfalz

Rezept für Rosenkohlpfanne mit Reis

Pressath
Service:

Rezept für veganes Schwarzwurzel-Curry

Zutaten für vier Personen:

  • 500 Gramm Schwarzwurzeln
  • 2 Stangen Lauch
  • 30 Gramm Öl
  • 200 Milliliter Kokosmilch
  • 2 Teelöffel Currypulver
  • Petersilie, Koriander
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Teelöffel Agavendicksaft
  • 1 Zitrone
  • Veganer Weißwein (zu erkennen am Vegan-Label)

Schwarzwurzeln schälen, in 0,5 Zentimeter dicke Scheiben schneiden und in Zitronenwasser legen. Lauch in dünne Streifen schneiden. Petersilie und Koriander fein hacken. Öl in einem Topf erhitzen. Lauch und Schwarzwurzeln anschwitzen, Curry und Agavendicksaft dazu geben und weiter rühren. Kokosmilch zum Ablöschen verwenden. Etwa 10 Minuten Köcheln lassen, bis die Schwarzwurzeln bissfest sind. Wer mag, kann einen Schuss Weißwein zugeben (Tipp: Wein ist nicht immer vegan. In Supermärkten gibt es häufig veganen Wein, er ist mit Label gekennzeichnet). Es sollte eine cremige Konsistenz ergeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren die Kräuter dazugeben. Dazu passt Reis.

Dieses Label kennzeichnet veganen Wein.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.