13.05.2019 - 13:02 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Erinnerungen an die Kinderzeit in Mundart

Der Fuchsmühler Autor Werner Robl liest bei den Falkenberger Senioren. Seine Geschichten kommen an.

Werner Robl las bei den Senioren in Falkenberg aus seinen Ich-Geschichten.
von Externer BeitragProfil
"Wenn's mal wieder passt, komme ich gerne wieder", versprach Autor Werner Robl (rechts) den Falkenberger Senioren, die um eine Wiederholung baten.

Werner Robl wohnt bereits seit 27 Jahren in Fuchsmühl. Geblieben sei er aber ein Wiesauer. Am Kreuzberg kam er zur Welt, sagt er vor den Falkenberger Senioren, die ihn zu sich eingeladen hatten, damit er ihnen von seinen Kindheitstagen ausführlich berichtet.

In Wiesau, wenige Schritte von der Kreuzbergkirche entfernt, sei er mit einer großen Buben- und Mädchenschar aufgewachsen, erzählt er rund eineinhalb Stunden lang beim Seniorennachmittag. "Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, das Erlebte nach und nach aufzuschreiben", erklärt er beim Vorlesen im Hutzacafé. Seine "Darsteller" lässt er meist in Mundart sprechen. Zu Papier gebracht hat er aber alles in Schriftdeutsch. "Damit das Nachlesen einfacher geht", meint Robl.

In den manchmal kurzen, hin und wieder aber auch längeren Geschichten erinnert er an den Wölflschneider, der ihm seinen Kommunionanzug genäht hat, und an den Schreiner-Luck, der den Buben stabile Holzschwerter schnitzte, aber kein Wort mit ihnen redete. Der fleißige Schneidermeister aus der Nachbarschaft und der wortkarge Tischlermeister in der Holzwerkstatt sind aber nur zwei der Hauptfiguren, die der Autor in den Kurzgeschichten und in Ich-Form verarbeitet hat.

Erinnerungen werden beim Vorlesenachmittag im Hutzacafé wach, als Werner Robl den Kreuzberg durchstreift und man feststellt: "So war manches auch bei uns in Falkenberg." Herzlich lachen müssen die Zuhörer über die Beschreibung der Friseurstube. "Da hat's genauso ausg'schaut, wie bei unserem Hannig-Boder", melden sich einige Männer zu Wort, die regelmäßig dort ein und aus gingen, um sich die Haare schneiden zu lassen.

Der Lesenachmittag im Falkenberger Hutzacafé kam auf Einladung der Seniorenbeauftragten Rita Wildenrother zustande. Sie war auf den "Kreuzberger" vor rund zwei Monaten aufmerksam geworden und hatte ihn daraufhin angesprochen. "Trotz seiner vielen Termine hat er Ja gesagt", freute sich die Falkenbergerin, dass der Blick zurück in die Vergangenheit zustande gekommen war.

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