10.09.2019 - 16:02 Uhr
FlossOberpfalz

Naturschutzgebiet Doost: Teufelchen muss weichen

Die Regierung der Oberpfalz nimmt es mit dem Teufel auf. Bei einer Begehung des Naturschutzgebietes einigten sich die Beteiligten, die umstrittene Bronzetafel über das Doostteufelchen zu entfernen.

von Uwe Ibl Kontakt Profil

Vertreter der höheren und unteren Naturschutzbehörde, des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald und des Marktes Floß, nahmen auf Initiative der Regierung bei dem Ortstermin am Mittwoch vergangener Woche den im Bereich des Naturschutzgebiets Doost umstrittenen "Findlingsweg" unter die Lupe, teilte Regierungssprecher Markus Roth am Dienstag mit. Kritik war vor allem laut geworden wegen Beschädigungen der Steine in dem geschützten Areal und der Aufforderung, Naturmaterialien mitzunehmen.

"Bei diesem Ortstermin wurden insbesondere die kürzlich angebrachten Tafeln zum Projekt 'Der Findling - Ruhe finden auf Floßer Wegen' entlang des Weges im Naturschutzgebiet besichtigt", heißt es in dem Schreiben aus Regensburg. Hintergrund seien Hinweise aus der Bevölkerung gewesen, in denen die Art der Beschilderung und zum Teil auch die Inhalte der Tafeln bemängelt worden waren. Entstanden ist das Projekt auf Initiative von Flosser Bürgern, aufgenommen durch die Beratungsgruppe "Sonderprojekte - Zukunft Floß".

"Die Regierung der Oberpfalz beanstandete dabei zwei Schilder, die an Findlingen in unmittelbarer Nähe der Girnitz und damit in äußerst sensiblen Bereichen des Naturschutzgebietes angebracht worden waren und ordnete an, diese an den Weg zurückzuversetzen oder ganz zu entfernen." Das Schild "Doostteufelchen" habe besondere Kritik hervorgerufen, urteilte die Behörde. Dessen Text habe dazu aufgerufen, Steine und Wurzeln zu sammeln. "Es entfällt ersatzlos und wird vom Markt Floß entfernt."

Anlässlich des Termins, bei dem sich nach den Worten des Pressesprechers sowohl der Markt Floß als auch der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald sehr kooperativ zeigten, habe die Regierung noch weitere Verbesserungen im Naturschutzgebiet angeregt. So solle der aktuell genutzte Hauptweg im Naturschutzgebiet entlang der Girnitz mit der Wegeführung des in blau markierten Goldsteig-Zuwegs zusammengelegt und neu beschildert werden.

Auch der Steg für die Überquerung der Girnitz befindet in einem schlechten Zustand, erkannten die Beteiligten. Das Brücklein werde kurzfristig vom Markt Floß repariert und solle mittelfristig durch einen neuen Steg ersetzt werden. Der erst kürzlich geschaffene Parkplatz außerhalb des Naturschutzgebiets hinter dem Gollwitzerhof am Waldrand erhält eine Beschilderung für die Besucher des Doostes. Der nur 10,73 Hektar große und ein wenig versteckt liegende Doost findet sich etwa 10 Kilometer nordöstlich von Weiden bei Diepoldsreuth.

Reaktionen auf die Kritik an den Beschädigungen der Steine im Doost

Floss

Erste Kritik am Findlingsweg im Bereich des Naturschutzgebietes Doost

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