04.03.2020 - 10:54 Uhr
FreihungOberpfalz

Besuch des Staatsministers Albert Füracker in Freihung

Zum traditionellen Fischessen hatten die CSU-Ortsverbände Freihung, Seugast und Großschönbrunn eingeladen. Sogar der Staatsminister für Finanzen und Heimat, Albert Füracker ließ es sich im Gasthof Alte Post schmecken.

Der Staatsminister für Finanzen und Heimat, Albert Füracker (sitzend) trug sich in das Goldene Buch der Marktgemeinde Freihung ein. Mit dabei (hinten von links): 2. Bürgermeister Helmut Klier, Landrat Richard Reisinger, MdL Harald Schwartz, Ortsvorsitzende Erika Urban, Bürgermeisterkandidat Klaus Siegert, Ortsvorsitzender Franz Luber, Ortsvorsitzender Heinrich Schwirzer und Bezirksrat Martin Preuß.

Die Ortsvorsitzende Erika Urban freute sich, das Füracker sein vor einiger Zeit gegebenes Versprechen eingehalten habe, die Marktgemeinde Freihung, insbesondere den CSU-Ortsverband zu besuchen. Bürgermeisterkandidat Klaus Siegert nahm die Gelegenheit war, dem Staatsminister die Marktgemeinde Freihung vorzustellen und die anstehenden Aufgaben der Zukunft darzulegen. Als Schwerpunkte nannte Siegert unter anderem dabei die Ausweisung von Bauplätzen und Gewerbegebieten, die Sanierung der Josef-Voit-Grundschule sowie die Erhaltung und den Ausbau der gemeindlichen Infrastruktur. Er wies auch auf die besondere Lage der Marktgemeinde am südlichen Rand des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr und der damit verbundenen Belastungen hin.

Siegert führte auch aus, dass die Firma Strobel einen Industriegleisanschluss auf eigene Kosten erstellen wolle, dieses Vorhaben durch die "Schwerfälligkeit bei Entscheidungen bei der Deutschen Bahn" nicht vorangehe. Siegert bat dabei den Staatsminister um Unterstützung.

Abschließend ging Siegert kurz auf die Ablehnung der CSU-Fraktion des Zuschussantrages zum Ankauf eines Kühlanhängers des Schützenvereins Tell Thansüß ein. Er betonte, dass die CSU nicht grundsätzlich gegen diesen Antrag gewesen sei. Die Art und Weise allerdings, wie dieser Tagesordnungspunkt kurzfristig und überfallartig vom Bürgermeister auf die Tagesordnung gesetzt worden war, hatte den Anschein, dass es sich dabei um ein Wahlgeschenk kurz vor der Kommunalwahl handele. "Vor allem wenn man berücksichtigt, dass keinerlei Zwang zu einer sofortigen Entscheidung von Nöten war."

Als Gastredner gab Staatsminister Albert Füracker einen Überblick zur aktuellen Landespolitik. Er sagte, Ziel von Entscheidungen müsse immer sein, dass Beste für die Heimat zu erreichen. So wurde der ländliche Raum in den vergangenen Jahren nach seinen Worten durch den Einsatz hoher Finanzmittel sehr gut entwickelt. Der Staatsminister führte aus, dass in Berlin fünfzig Milliarden Euro auf der hohen Kante liegen. Deshalb müsse erlaubt sein, über signifikante Steuersenkungen nachzudenken und nicht wie andere Parteien weitere Steuererhöhungen zu fordern. Wichtig sei, dass dass Geld da bleibe wo es erwirtschaftet wurde, damit Bürger und Unternehmer weiter konsumieren und investieren können.

Zum Thema Energiewende erläuterte Füracker, dass Deutschland als einzige Industrienation beschlossen habe, gleichzeitig aus der Kernenergie und der Kohleverstromung auszusteigen. Dabei stelle sich die Frage wie in Zukunft die Stromversorgung sichergestellt werden solle. "Den Strom im Ausland einzukaufen kann nicht die Lösung sein." Deshalb sei es nötig, neben der Stromproduktion vor Ort auch Strom vom Norden nach Bayern zu leiten.

Bürgermeisterkandidat Klaus Siegert (links) und Ortsvorsitzende Erika Urban (rechts) überreichten an Staatsminister Albert Füracker (Mitte) als Gastgeschenk zwei Fläschchen Schnaps aus der Brennerei in Elbart.
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