Nichts kaputtgemacht, sondern originell das Dorfgeschehen durch den Kakao gezogen: Wenn schon walpern, dann so. In der Gemeinde Freudenberg wissen sie, wie's geht. Und hatten mit ihrer frechen Kritik an der Dorferneuerung die Lacher auf ihrer Seite.
Ob da aber wirklich alle brav ihre Maut bezahlt haben? Eingefordert wurde diese Abgabe jedenfalls im Ortsteil Bühl, auf einer Tafel, die Unbekannte nachts übers Ortsschild gestülpt hatten: "Die Biehrler Bruck woar deier, drum müss ma sammeln heier. Schmeiß was eine fürn guaden Zweck, sonst mu auf dletzt die deire Bruck wieder weg" hieß es da flott gereimt.
Und auch gleich mit Sanktionen belegt: "Wird wer die Maut umgehn, der wird auf da Bruck sei Wunder erlebn." Ob jemand ein solches Wunder erlebt hat? Wer weiß, darüber schweigen sich die Walperer ebenso aus wie über ihre Identität. Einen Schmunzler für den Betrachter gibt's allemal her. Und Dorfgespräch waren die Aktionen der Brauchtums-Freunde in der Walpurgisnacht zum 1. Mai natürlich auch.
Natürlich weiß in Bühl jeder, worum es ging bei den Scherzen: Teil der Dorferneuerung ist eine neue Brücke im Dorf, die hier aber viele für überdimensioniert und auch für viel zu teuer halten. "Zu viel Beton", hört man hinter vorgehaltener Hand - und den Hinweis, es wäre doch sicher billiger gegangen. Dann, so fügen die Kritiker noch hinzu, hätte man einen Teil des Geldes für etwas anderes ausgeben können. All das haben die Walperer aufgegriffen - auf ihre humorvolle Weise.

















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