Gebenbach
08.09.2026 - 21:34 Uhr

Pilger strömen zum Seniorengottesdienst auf den Mausberg

Am Hauptfest Maria Geburt und dem Seniorentag zog sich ein schier unendlicher Pilgerstrom auf den Mausberg. Pfarrer Joseph erinnerte daran, es genüge nicht, Gott nur anzubeten, sondern sich ihm im Herzen zu verschenken.

Die vielleicht letzten warmen Sonnenstrahlen oder der letzte Hochsommertag des Jahres: Diese Gelegenheit wollten sich Hunderte von Wallfahrern nicht entgehen lassen, um dies nochmals auf dem Mausberg zu genießen. Bereits zum Frühgottesdienst war das Gotteshaus wieder mit Wallfahrern vollbesetzt und feierten mit Pfarrvikar Christian Preitschaft die Messe am Hauptfest. Diese gestaltete die AOVE-Veehharfen musikalisch.

Am Nachmittag wurde zum Seniorengottesdienst ein alter Bekannter erwartet. Der ehemalige Gebenbacher Pfarrer Joseph Madathiparampil kam aus Hohenkemnath gleich mit einen ganzen Bus voll an Wallfahrern. Der Kirchenchor aus Ursulapoppenricht gestaltete den Gottesdienst würde- und schwungvoll.

Pfarrer Joseph sagte in seiner Predigt, die Weisen hätten für das neugeborenen Jesuskind ihre Schätze hervorgeholt. Auch wir tragen unsere Schätze im Herzen und dürften sie Jesus schenken, mit unseren Anliegen, Bitten und Fragen. Aber irgendwann müssten wir auch fragen, nicht nur, "Gott, was willst du für mich tun?", sondern: "Was möchtest du durch mich tun?" Es genüge nicht, nur mit unseren Lippen anzubeten, sondern ihm uns im Herzen zu verschenken. Was könnten wir Gott dabei schenken? Nicht Geld, sondern Zeit, oder einen Menschen, den wir vergeben sollten. Vielleicht unsere Ängste oder unsere Zukunft oder letztlich das ganze Leben. Vielleicht sei das größte Geschenk an Gott nicht das, was wir in den Händen tragen könnten, sondern unser Herz.

Nach dem Gottesdienst füllten sich die beiden Festplätze um die Kirche rasch mit hungrigen Gästen. Die Kuchentheke konnte die selbstgebackenen Kuchen kaum fassen und die Helferinnen und Helfer an den Essständen, hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste zu bedienen. So blieben viele von ihnen noch bis in die Abendstunden und folgten der besinnlichen, eucharistischen Abendandacht mit modernen Liedern und Texten sowie Taizè-Gesängen in der nur mit Kerzen beleuchteten Wallfahrtskirche.

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