16.07.2020 - 15:17 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

17-Jähriger tot im Wald aufgefunden

Seit Montagabend war ein 17-Jähriger spurlos in Grafenwöhr verschwunden. Am Donnerstagmorgen kam die traurige Nachricht. Der Jugendliche ist tot.

In der Nacht auf Donnerstag fanden die Einsatzkräfte den vermissten 17-Jährigen, er war bereits tot.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Am Montagnachmittag hatte sich ein 17-Jähriger nach Auskunft der Polizeiinspektion Eschenbach mit Freunden im Wald hinter der Fischerhütte in Grafenwöhr getroffen. Gemeinsam mit einem Freund entfernte er sich von der Gruppe und lief weiter in den Wald, wo sich die Wege der Freunde trennten. Danach verschwand der 17-Jährige spurlos. Seine Eltern meldeten ihn noch in der gleichen Nacht als vermisst. In der Nacht auf Donnerstag wurde der 17-Jährige in einem Waldgebiet östlich der sogenannten Bierlohweiher tot aufgefunden, wie die Polizei mitteilt. "Die näheren Todesumstände sind Gegenstand der Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Weiden", berichtet Sprecher Anton Hagen vom Polizeipräsidium in Regensburg. "Hinweise auf Gewalteinwirkung liegen derzeit nicht vor." Die Kripo ermittelt in alle Richtungen.

Klarheit soll eine Obduktion am Freitagvormittag bringen. Möglicherweise bestellt die Staatsanwaltschaft auch ein toxikologisches Gutachten. Beides würde beim rechtsmedizinischen Institut in Erlangen vorgenommen. Bis toxikologische Ergebnisse vorliegen, können ein bis zwei Wochen vergehen.

Der Vermisste wurde nach Aussage von Werner Stopfer vor der Polizeiinspektion Eschenbach gegen 1 Uhr am Morgen unweit der Fischerhütte entdeckt, in der er sich mit seinen Freunden getroffen hatte. Er sei tot im Unterholz in einem schwer zugänglichen Bereich gelegen.

Das öffnet Raum für Spekulationen: Der Bereich war bereits zuvor mit bis zu 13 Hunden abgesucht worden. Möglicherweise hat der junge Mann während der Suche an den beiden vorangegangenen Tagen also noch gelebt und ist später an den Ort zurückgekehrt. Dort könnte er sich dann nach unbestätigten Informationen von Oberpfalz-Medien ins Dickicht gelegt haben, wo er später tot aufgefunden wurde. Hinweise auf einen Suizid liegen offensichtlich nicht vor.

Die Suche nach dem Wirtschaftsschüler war am Mittwoch gegen 20.30 Uhr abgebrochen worden. Jüngere Leute aus dem Umfeld des Jugendlichen durchkämmten die Gegend jedoch weiter. Gegen 22 Uhr erhielt die Polizei in Eschenbach einen Hinweis, dass es etwas Neues gebe. Kurz vor 1 Uhr wurde der Gesuchte dann tot aufgefunden.

Mit Hubschrauber und Hundestaffel sucht die Polizei seit Dienstagvormittag nach einem vermissten Jugendlichen in Grafenwöhr

Grafenwöhr

Einsatzkräfte suchen mit Drohnen nach einem vermissten 17-Jährigen

Grafenwöhr
Info:

Einsatzkräfte

Einsatzkräfte suchten tagelang nach dem 17-Jährigen. Im Einsatz waren unter anderem 120 Einsatzkräfte, 9 Flächensuchhunde, 4 Personensuchhunde, Hubschrauber sowie ein Drohnenteam des BRK.

Nachgefragt:

Die Todesursache im Fall eines 77-Jährigen, der am 20. Juni tot im Wald im Weidener Ortsteil Brandweiher gefunden wurde, ist ebenfalls unklar. Sie wird wohl auch nicht geklärt werden können, teilt das Polizeipräsidium Regensburg auf Nachfrage mit. Der Mann war schon zu lange im Wald gelegen, bevor man ihn gefunden habe. Sicher sei allerdings, dass es kein vorsätzliches Verschulden Dritter am Tod des Mannes gebe. (phs)

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