11.03.2020 - 11:25 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Coronavirus: Stadt und Truppenübungsplatz Grafenwöhr gerüstet

In Weiden ist der Coronavirus bereits angekommen. Gut 20 Kilometer entfernt - in Grafenwöhr - brodelt die Gerüchteküche. Gibt es einen Coronavirus-Fall im Truppenübungsplatz? Bürgermeister Edgar Knobloch und die US-Armee geben Entwarnung.

Bürgermeister Edgar Knobloch.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr - ein Gebiet, wo mehrere Nationen aufeinander treffen. Was bedeutet das in Zeiten des Coronavirus für stationierte Soldaten, Zivilbeschäftigte und Bürger? "Ich habe erst mit Brigadegeneral Christopher Norrie über die Lage gesprochen. Er hat mir, schon bevor alles losgegangen ist, versprochen, dass er mich regelmäßig auf dem Laufenden hält, und das macht er auch", informiert Bürgermeister Edgar Knobloch auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Gerüchte, dass es im Truppenübungsplatz Grafenwöhr einen Coronavirus-Fall geben soll, seien auch bei ihm schon mehrmals "aufgeploppt", wie Knobloch sagt. Der Bürgermeister dementiert diese Gerüchte aber. Bis Mittwoch gegen 9.15 Uhr sei ihm kein einziger Fall im Truppenübungsplatz bekannt. Knobloch rechnet zwar damit, dass auch Grafenwöhr von dem Virus, der weltweit bereits Tausende Menschen infiziert hat, nicht verschont bleibe, aber Stadt und US-Armee seien gut vorbereitet. "Wir haben eine sehr gute Zusammenarbeit", betont der Bürgermeister. "Das ist ja nicht selbstverständlich."

Franz Zeilmann, Pressesprecher der US-Armee Garnison Bavaria, teilt auf Nachfrage ebenfalls mit, dass es keinen Coronavirus-Fall im Truppenübungsplatz Grafenwöhr gebe. Es sei auch niemand in Quarantäne. Zudem informiert er, dass die US-Armee Garnison Bavaria bewusst und verantwortungsvoll mit der Situation umgehe. "Wir haben schon seit einigen Tagen eine Corona-Arbeitsgruppe, die sich täglich trifft und die Situation neu bewertet", informiert er. Die Gesundheit der Soldaten, Zivilangestellten, deren Familien und der deutschen Nachbargemeinden sei der US-Armee sehr wichtig. Deshalb gebe es stets Anweisungen, wie mit der Situation umzugehen sei. Neben des Unterlassen des Händedrucks rät die US-Armee dazu, unnötige Reisen zu vermeiden. "Selbstverständlich werden unsere Leute angewiesen, bei Erkrankungen zu Hause zu bleiben und einen Arzt zu kontaktieren. Unsere medizinische Abteilung arbeitet sehr eng mit den deutschen Einrichtungen zusammen, um für eventuelle Notfälle vorbereitet zu sein."

Erster Coronavirus-Fall in Weiden

Weiden in der Oberpfalz

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