06.10.2020 - 12:44 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

US-Siedlungen: Kein "trick or treat" an Halloween

Für Halloween-Fans fällt der 31. Oktober in diesem Jahr eindeutig unter "Saures". In den US-Siedlungen dürfen wegen Corona weder Amerikaner noch Deutsche von Haus zu Haus ziehen und um Süßes bitten. Ein denkwürdiger Tag für die Amerikaner.

Halloween, das beliebte Spuk-Fest der Amerikaner, muss in diesem Jahr kleiner ausfallen. Wo es sonst in den US-Siedlungen wie am Netzaberg (unser Bild) vor gruseligen Gestalten nur so wimmelt, ziehen in diesem Jahr keine kleinen Hexen, Monster und Skelette von Haus zu Haus.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Keine umherziehenden Gespenster, kein Knochenrasseln, kein Fragen nach Süßigkeiten: Der schaurigste Tag im Jahr wird für die amerikanischen Soldaten und ihre Familien, die in den Siedlungen in Grafenwöhr, Eschenbach und Pressath wohnen, heuer in die Geschichte eingehen. Halloween, das beliebte Spuk-Fest der Amerikaner, das sonst so groß gefeiert wird, muss wegen Corona kleiner ausfallen. "Eigentlich ist fast alles auf Null zurückgefahren. Es findet nur wenig statt", berichtet Franz Zeilmann. Damit meint der Pressesprecher der US-Armee-Garnison "Bavaria", dass Halloween in diesem Jahr nur im kleinen Kreis, also den Familien, Einheiten und in der Schule gefeiert werden soll. "Es wird kein von Haustür zu Haustür gehen stattfinden." Die Familien bräuchten also nicht extra Süßigkeiten bereithalten, denn der beliebte Spruch "trick or treat" ("Süßes, sonst gibt es Saures") wird in den US-Siedlungen im Corona-Jahr nicht zu hören sein. Weil traditionell auch deutsche Kinder an den amerikanischen Haustüren klingeln, bittet Zeilmann diese ebenfalls, in diesem Jahr nicht zu kommen. "Es ist schon etwas Besonderes für die Amerikaner, aber heuer ist alles anders."

Ob durch das kleinere Halloween-Fest dafür Allerheiligen - der katholische Feiertag einen Tag danach - wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen rückt? Pfarrer Bernhard Müller ist da skeptisch. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das groß im Zusammenhang steht. Wer schon immer Allerheiligen gefeiert hat, wird es auch heuer tun. Halloween ist für uns sehr unbedeutend", sagt der Grafenwöhrer Vertreter der Katholischen Kirche. Traurig darüber, dass Halloween heuer nicht so ausgiebig stattfinden wird, ist Müller nicht. "Überhaupt nicht", betont er lachend. "Wir müssen schauen, dass wir unsere Feste abhalten können."

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Grafenwöhr

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