27.07.2020 - 19:20 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

US-Truppenabzug soll Jahre dauern

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Alle Augen richten sich wegen des geplanten US-Truppenabzugs auf Washington. Von dort gibt es jetzt erste Aussagen zum Ablauf.

Noch fliegen die amerikanischen Chinook-Hubschrauber über den US-Truppenübungsplätzen in der Oberpfalz.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Der amerikanische Truppenabzug aus Deutschland ist beschlossene Sache. Das wird auch in der Bundesregierung so verstanden. In dieser Woche soll es dazu eine abgestimmte Erklärung des Bundesverteidigungsministeriums und des Pentagons in Washington geben.

Offen ist, ob darin schon Einzelheiten zu betroffenen Standorten genannt werden. US-Präsident Donald Trump will 9500 der rund 35 000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Angesichts der Größenordnung dürfte dies auch die Oberpfalz treffen, wo mehr als 13 500 US-Soldaten stationiert sind. Allerdings wird der Abzug nicht von heute auf Morgen erfolgen, machte der Vorsitzende des Militärausschusses im Senat, James Imhofe deutlich. "Mir ist klar, dass es Monate dauern wird, das Konzept zu planen und Jahre, es umzusetzen." Der Republikaner wurde vom Pentagon über die Pläne unterrichtet und unterstützt Trumps Vorschlag.

Die Gegner des Abzuges im Senat, angeführt von Mitt Romney (Utah) haben krachende Niederlage erlitten. Unter anderem an ihn hatten sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit US-Truppen um Unterstützung gewandt. Dagegen beschloss das Repräsentantenhaus im Zuge der Debatte über den Verteidigungsetat eine Klausel gegen den Abzug. Jetzt müssen sich beide Kammern einigen.

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