Süd-Ost-Link: Planungen laufen trotz Klage weiter

Auf starken Zuspruch hatte sich Tennet beim Bürgerforum in der "Petersklause" in Großbüchlberg eingestellt. „Wir erwarten zwischen 150 bis 200 Besucher“, erklärte zuvor Pressesprecher Markus Lieberknecht gegenüber Oberpfalz-Medien.

Die Bürgermeister Johann Burger, Roland Grillmeier und Max Bindl (von rechts) informierten sich beim Bürgerforum vor Ort.
von Josef RosnerProfil

So sollte es dann auch eintreffen: Tennet hatte 15 überwiegend junge Fachkräfte aufgeboten, die den Besuchern Einblicke in die Trassenplanung für den Süd-Ost-Link gaben. An sieben großen Bildschirmen konnten sich die Besucher über den Trassenverlauf informieren.

Gekommen waren vor allem Grundstücksbesitzer, die unmittelbar von der Trasse betroffen sind. Diese hielten mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg. Bevölkerung und Grundstücksbesitzer seien zu wenig eingebunden und vor vollendete Tatsachen gestellt worden, so die Kritik. Reichlich aufgebaut waren Prospektmaterial, kleinere Präsente für die Besucher sowie Kaffee und diverse Getränke. Vor Ort mit dabei war Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht.

Erstaunen rief bei Besuchern hervor, dass in Zeiten des Klimawandels viel Waldbestand abgeholzt werden müsse. In Konnersreuth

Konnersreuth

etwa müssten unterhalb der Kläranlage nach bisherigen Planungen Bäume gefällt werden. Auch der Ostbayernring würde durch das Gebiet der Marktgemeinde führen.

Erheblicher Widerstand rührt sich in Themenreuth, wo der Süd-Ost-Link die Ortschaft in der Mitte durchschneidet.

Themenreuth bei Leonberg

Nachdem Bürgermeister Johann Burger dies vehement kritisierte, sagte Thomas Arnold (Tennet), dass auch noch zwei andere Varianten für Themenreuth in Frage kämen und die noch lange nicht aus dem Spiel seien. Überrascht zeigte sich der Tennet-Vertreter von den Bauvoranfragen im betreffenden Bereich.

Themenreuth bei Leonberg

Die Detailplanung folge noch.

Deutlich machte Arnold, dass die geforderte Prüfung nach einem Ausbau entlang der Autobahn von Anfang an mit im Verfahren war. Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier wollte seitens des Landkreises gemeinsam mit den Kommunen eine Klage gegen die Planungen prüfen lassen. Lieberknecht zeigte sich auf Nachfrage im Hinblick auf die Klage des Landkreises Wunsiedel gelassen. Die Planungen würden fortgesetzt. "Wir haben dazu den gesetzlichen Auftrag.“ Klagen seien aber auch später noch möglich.

Lieberknecht erklärte im Gespräch, dass Landwirte entschädigt würden, aber nur einmalig und nicht wiederkehrend, wie es der Bauernverband gefordert habe. „Es gibt eine einmalige finanzielle Leistung für die Landwirte.“

Auf Nachfrage stellte Lieberknecht den Bauzeitenplan vor. Kommendes Jahr sollen die Arbeiten beginnen, die Fertigstellung ist 2025 vorgesehen. „Wir kommen zügig voran.“

Die Bürgermeister Johann Burger (links) und Roland Grillmeier (rechts) im intensiven Gespräch mit Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht.
Zwischen 150 und 200 Personen kamen am Dienstagnachmittag in die "Petersklause", um sich beim Bürgerforum über die Trasse des Süd-Ost-Links zu informieren. 15 Tennet-Mitarbeiter standen mit Rat und Tat zur Seite.
Zwischen 150 und 200 Personen kamen am Dienstagnachmittag in die "Petersklause", um sich beim Bürgerforum über die Trasse des Süd-Ost-Links zu informieren. 15 Tennet-Mitarbeiter standen mit Rat und Tat zur Seite.
Zwischen 150 und 200 Personen kamen am Dienstagnachmittag in die "Petersklause", um sich beim Bürgerforum über die Trasse des Süd-Ost-Links zu informieren. 15 Tennet-Mitarbeiter standen mit Rat und Tat zur Seite.

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