30.07.2020 - 11:08 Uhr
Oberpfalz

Gutes tun macht glücklich

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"Wer andere glücklich macht, wird glücklich", schrieb einst Schriftsteller André Gide. Hören Sie auf, dauernd nur an sich selbst zu denken, meint auch die Glücksexpertin. Denn wer anderen Gutes tut, tut auch Gutes für sich selbst.

Machen Sie Ihren Freunden doch mal wieder eine Freude und backen Sie einen Kuchen.
von Autor EWAProfil

"Das wahre Glück ist es, Gutes zu tun", erkannte schon der griechische Philosoph Sokrates. Und Schriftsteller André Gide schrieb: "Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich." Tatsächlich ist es inzwischen auch wissenschaftlich erwiesen: Gutes tun macht glücklich. Sonja Lyubomirsky, Professorin am Institut für Psychologie der University of California in Riverside und Autorin des Bestsellers "The How of Happiness", stellte zum Beispiel fest, dass Versuchspersonen, die einmal pro Woche fünf freundliche Aktionen für andere ausführten, sehr viel glücklicher waren als die, die nichts für andere getan hatten.

Dabei spielte es gar keine große Rolle, wie die guten Taten der Versuchspersonen aussahen. Ob diese nun einem Obdachlosen etwas zu essen schenkten oder ihren jüngeren Geschwistern bei den Hausaufgaben halfen - wichtig war nur, dass sie etwas für andere taten. Auch die Hirnforschung ist jetzt in der Lage zu belegen, dass Gutes tun uns selbst gut tut. Wenn wir uns um das Wohl anderer kümmern, werden im Gehirn Hormone wie Opioide und Oxytocin ausgeschüttet. Und diese sind Treibstoffe für unser Wohlergehen. Lassen Sie uns also endlich damit aufhören, nur immer an uns selbst zu denken. Dann klappt es auch mit dem Glück.

Fangen Sie am besten heute noch damit an. Machen Sie doch mal wieder ein Kompliment, lassen Sie im Supermarkt jemanden an der Kasse vor, verschenken Sie ihren Parkschein, der noch nicht abgelaufen ist. Es gibt so viele Möglichkeiten, andere - und so sich selbst - ein bisschen glücklicher zu machen. Lächeln Sie die Menschen an, die Ihnen auf der Straße begegnen, backen Sie mal wieder für Ihre Freunde oder Kollegen einen Kuchen, hören Sie jemanden einfach nur zu, wenn es ihm gerade nicht so gut geht. Verschenken Sie Dinge, die Sie selbst nicht mehr brauchen, nehmen Sie einfach mal wieder jemanden in den Arm, spenden Sie für eine wohltätige Organisation oder werden Sie selbst ehrenamtlich tätig.

Fest steht auch: Wir ziehen Gutes an, wenn wir Gutes geben. Es haben also nicht nur die anderen etwas davon, wenn Sie ihnen einen Gefallen tun oder sie beschenken, sondern auch wir selbst. Probieren Sie es aus.

Das sagt die Glücksexpertin zum Thema "Ruhe"

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