05.11.2021 - 13:31 Uhr
HahnbachOberpfalz

Führungen lassen Frohnberg-Geschichten quicklebendig werden

900 Jahre Hahnbach – das war heuer auch Anlass für Spaziergänge in die Vergangenheit: Heimatpflegerin Marianne Moosburger und eine Gruppe von Laienschauspielern erwecken dabei die Geschichte des Frohnbergs zum Leben.

von Heike Unger Kontakt Profil

Das eigentlich für heuer geplante Festspiel zum Marktjubiläum musste wegen der Pandemie verschoben werden, die szenischen Führungen auf dem Frohnberg mit Heimatpflegerin Marianne Moosburger und ihrem Team konnten aber stattfinden. Diese Spaziergänge in die Vergangenheit, die dreimal angeboten wurden, kamen so gut an, dass sie im nächsten Jahr noch einmal stattfinden sollen.

Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE), ergänzten die szenischen Führungen auf dem Frohnberg die Angebote zum Hahnbacher Jubiläum. Konzeption und Kostüme trug die Projektförderung „Leitbild Amberg-Sulzbach“ des Landratsamtes Amberg-Sulzbach. "Die ersten drei Aufführungen in diesem Jahr fanden großen Zuspruch und viel Lob", freut sich Marianne Moosburger über die Resonanz und plant deshalb jetzt schon fürs nächste Jahr: Zwei weitere Termine sollen die Sonntage 8. Mai und 11. September sein, mit Führungen jeweils um 15 Uhr. Moosburger und ihr Team aus passionierten Laiendarstellern wollen dann wieder Gäste mit Spielszenen unterhaltsam, informativ und auch ein bisschen augenzwinkernd in die Geschichte auf dem und rund um den Berg entführen.

Unter der Leitung von Marianne Moosburger und mit Mitarbeit ihrer Tochter Elisa Romfeld, die Schulspielerfahrung mitbringt, sowie weiterer Mitspieler entstanden die Spielszenen, die in passenden Kostümen präsentiert werden. Die Akteure sind Silvia Wainio mit ihren Kindern, die ausgebildete Märchenerzählerin Gretl Mildner, Lars Romfeld, Josef Moosburger und die Organistin Renate Werner. In einem rund 80-minütigen Rundgang führen sie die Teilnehmer in Siebenmeilenschritten durch die wechselvolle Geschichte des Frohnberger Tafelbergs.

Angefangen mit der dortigen Fliehburg im 8. Jahrhundert geht es im Abstand von jeweils zwei Jahrhunderten weiter zur einstigen Petruskapelle der Vilsfischer, dann zur Burg auf dem Berg, zu dem Besuch des Kaisers Barbarossa, dem drohenden Kreuzzug, dem Aufschwung dank der Goldenen Straße unter Karl IV., bis hin zum ersten, wundertätigen Gnadenbild im 16. Jahrhundert. Marianne Moosburger fasst es so zusammen: "Gute und schwere Zeiten werden vor Augen geführt, manch großes Ereignis, aber auch die Zeit der Religionswechsel, der Pesttod der Frohnbergbäuerin und ihrer Kinder, der Streit mit dem Kirchenmaler und dessen Rache und auch die Aufgaben des Eremiten in der Klause, dem Anfang der Bewirtung auf dem Frohnberg."

Auf dem Frohnberg werden die Glocken noch von Hand geläutet

Hahnbach

 

 

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