In Hirschau rüstet man nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause wieder für die traditionelle Kirchweih. Besonders gilt das für den Festspielverein. Er ist zum zweiten Mal alleiniger Ausrichter des Festes, das am Samstag und Sonntag, 3./4. September, gefeiert wird. Die Hirschauer Kirwa ist eines der Kirchweihfeste in der Region, deren Termin einen geschichtlichen Bezug zur Weihe ihres Gotteshauses hat. Man kennt den Weihetag der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Nachdem die von Stadtpfarrer Johann Baptist Kotz 1848 veranlassten Umbaumaßnahmen nach 22 Wochen Bauzeit abgeschlossen waren, wurde das Gotteshaus am Sonntag vor dem Fest Mariä Geburt, dem ersten Sonntag im September, wieder feierlich eingeweiht. Das 174. Kirchweihfest trifft heuer also auf Sonntag, 4. September.
Die Kirwa beginnt am Samstag, 3. September, um 17 Uhr mit dem Aufstellen des von Brauerei-Chef Sebastian Dorfner gestifteten Kirwabaums im Schlosshof. Dabei gibt es eine Premiere: Erstmals führt bei der Zeremonie nicht Altbürgermeister Hans Drexler Regie. Seinen Part übernimmt der neue Festspielvereinsvorsitzende Ludwig Koller. Danach herrscht Festbetrieb. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Als besonderes Schmankerl wird an beiden Tagen eine „z’rupfte Sau in der Semmel“ (Pulled Pork Burger) angeboten. Um 19 Uhr erwartet die Gäste eine fetzige Tanzshow-Darbietung der Prinzengarde der Narrhalla Hirschau. Ab 19.30 Uhr sorgen die „Nowlreiwa“ für Stimmungs- und Unterhaltungsmusik.
Der Kirchweihsonntag wird mit einem Kirchenzug eröffnet. Dazu stellen sich die Vereine mit möglichst stattlichen Abordnungen – gerne in Tracht, Uniform oder sonstigem Kirwagwand – um 8.45 Uhr im Schlosshof auf. Angeführt vom Musikzug geht es zur Stadtpfarrkirche, wo um 9 Uhr der Festgottesdienst gefeiert wird. Nach der Messe geht es per Festzug unter den Klängen des Musikzugs zurück in den Schlosshof zum Weißwurst-Frühschoppen, den der Musikzug musikalisch begleitet. Am Nachmittag herrscht ab 14 Uhr Festbetrieb bei Kaffee, Kuchen und Köichln, Grillgerichten und Frischgetränken. Um 14.30 Uhr erfreut der Heimat- und Trachtenverein die Besucher mit Tanzeinlagen. Ab 16.30 Uhr spielt zur Unterhaltung die Hirschauer Wirtshausmusi auf. Damit die Kirwa bei jedem Wetter gefeiert werden kann, wird im Bereich der Festspielbühne ein beheizbares Zelt aufgestellt.



















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