Vom künstlerischen Schaffen Jürgen Hartmanns beeindruckt

Hirschau
22.09.2022 - 15:24 Uhr

Seit 40 Jahren ist Jürgen Hartmann künstlerisch tätig. Als Autodidakt hat er sich die Grundkenntnisse der Malerei und Bildhauerei selbst angeeignet. In seinem Kunststadl präsentiert er einen Querschnitt seines umfangreichen Schaffens. Gut drei Dutzend geladener Gäste waren zur Vernissage gekommen, unter ihnen Landrat Richard Reisinger, Bürgermeister Hermann Falk und dessen Amtsvorgänger Altbürgermeister Hans Drexler. Ihnen zeichnete Walter Gaminek, ein persönlicher Freund Hartmanns, in seiner Laudatio ein lebendiges Bild von der facettenreichen Persönlichkeit des Künstlers und seinem vielseitigen Schaffen. Hartmanns Neigung zur Kunst sei schon in der Schule erkannt worden. Wegen des elterlichen Betriebs habe er eine Ausbildung zum Elektromeister absolviert.

Sein Interesse an der Kunst habe ihn aber weiter begleitet. Als Autodidakt habe er sich keinem Lehrplan unterordnen müssen. Vielmehr habe er sich je nach seinen Interessen frei entwickelt und fühle sich daher in der gegenständlichen Kunst genauso zuhause wie in der modernen Malerei. Durch den ständigen Wechsel der Stilrichtungen und Techniken habe er sich die Spannung zur Kunst bis heute erhalten. „Zuerst kommt die Idee. Diese muss erst einmal reifen. Dann kommt die Organisation: Was brauche ich, wo und wie muss ich anfangen. Erst wenn der Apfel reif ist, fällt er vom Baum und ein Kunstwerk entsteht.“

Die 120 bei der Ausstellung gezeigten Exponate seien nur ein Teil seiner Arbeiten. Viele seiner Bilder und Werke seien als Leihgaben in Arztpraxen, Seniorenwohnheimen oder bei Freunden oder könnten wegen ihrer Größe nicht im Stadl gezeigt werden. Das gelte zum Beispiel für die Kulissen des Festspielvereins. Neben den ausgestellten Bildern, Skulpturen und präparierten Fundsachen habe er viele Werke aus ortsgebundenen Baumstämmen und Ästen geschaffen, wie zum Beispiel den Monte-Hinweis vor seinem Haus und die 21 Meter lange, zusammen mit Schulkindern mit Buntsandsteinen gestaltete Holzwand vor der Schnaittenbacher Schule. Alle Werke seien Unikate. Abmalen und Kopieren seien nie seine Sache gewesen.

Bis vor drei Jahren sei er einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises Heimat und Kultur in Schnaittenbach gewesen. Durch seine ursprüngliche berufliche Tätigkeit bei der Firma Südcolor habe Hartmann seine Hobbys Fotografieren und Malen ideal ergänzen können, sagte Landrat Richard Reisinger. Er würdigte besonders Hartmanns Engagement beim Festspielverein und erinnerte an die von ihm gestalteten Kulissen bei den Festspielaufführungen im Schlosshof. Der Kunstschaffende selbst machte kein Geheimnis daraus, dass ihm sein Hobby auch nach 40 Jahren noch großen Spaß mache.

Für Sonntag, 25. September, den Abschlusstag der Ausstellung, lädt er ab 10 Uhr zu einer Matinee in seinen Kunststadl ein, bei der die Besucher nicht nur seine Werke, sondern auch ein Gläschen Sekt, Bier oder Nichtalkoholisches und frische Brezen genießen können.

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