Hirschau
08.04.2026 - 13:36 Uhr

Musikzug begeistert beim Osterkonzert unter dem Motto „Music was my first love“

Es verdiente wieder einmal das Prädikat „Höhepunkt im Hirschauer Kulturleben”: das Osterkonzert des Musikzugs. Zwei Stunden lang erlebten die Besucher ein echtes Highlight der konzertanten Blasmusik, das sie mit stehenden Ovationen feierte

„Music was my first love“ hatte Musikzug-Dirigent Marcus Hoffmann als Konzert-Motto gewählt. Seine 42 Musikerinnen und Musiker, allen voran er selbst, bewiesen in der voll besetzten Schulturnhalle eindrucksvoll, dass sie für ihre „first love“, die Musik, so richtig brennen.

Gleich zu Beginn wagte sich das Orchester mit dem von Wolfgang Wössner arrangierten Stück „Mozart“ an sehr anspruchsvolle Literatur. Komponiert wurde das Werk, in dem sich Anklänge von Mozarts Musik mit Musicalsongs, Balladen und rockigen Liedern abwechseln von Sylvester Levay. Ihn hatte, wie Moderator Werner Schulz anmerkte, Marcus Hoffmann in Wien persönlich kennengelernt. Meisterlich gelang es dem Orchester anschließend in Alfred Reeds „Little Concert Suite“ die Kontraste zwischen den vier Sätzen Intrada, Siciliana, Scherzo und Gigue darzustellen. Beim liebenswert und fröhlich, aber auch melancholisch und geheimnisvoll daherkommenden „Mysterious Waltz“ von Thomas Doss glänzten Erik Remhof (Posaune) und Sebastian Dorfner (Alt-Saxophon) als Solisten. Donnernden Applaus erntete das Orchester für die temperamentvolle Präsentation des Stücks „The Saints Halleluja“, einer von Luther Henderson arrangierten Kombination aus Händels „Halleluja Chorus“ und dem Spiritual „When the Saints go marching in“. Mit lateinamerikanischen Rhythmen ging es temperamentvoll weiter mit Mario Bürkis „Latin Wood“. Bestens disponiert präsentierten sich die Klarinettistinnen Andrea Fenk, Anna Zach, Petra Radl und Carina List. Das Publikum belohnte ihre Leistung mit Riesenbeifall.

Nach der Pause gehörte die Bühne dem elfköpfigen Nachwuchsorchester unter Leitung von Erik Remhof. In cooler Profimanier kündigten der achtjährige Moritz Meindl und der neunjährige Mattis Beck die Stücke „Old MacDonald had a Band“ und Beethovens „Ode an die Freude“ an. Das Publikum war von den Darbietungen der Remhof-Schützlinge höchst angetan. Die Zugabe-Forderung erfüllten sie mit dem „Hard Rock Blues“.

"We will rock you"

Rockig wurde das Konzert fortgesetzt mit dem von Brian May geschriebenen und Jirica Kadlec arrangierten Rocksong „We will rock you“, zu dem das Publikum rhythmisch mitklatschte. Nach dem Hinweis von Moderator Werner Schulz, er habe noch kein Osterkonzert ohne eine Polka erlebt, erklang schwungvoll Josef Hönigs Polka „Ein Abend für die Blasmusik“. Zackig intonierte das Orchester dann den Marsch „Wir grüßen mit Musik“ von Siegfried Rundel.

An Vorstand Maximilian Stein war es, allen zu danken, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Konzerts mitgeholfen haben. Ein besondere Dankadresse richtete er an die Orchestermitglieder, allen voran an die Dirigenten Marcus Hoffmann und Eric Remhof, die ihre Orchester hervorragend auf das Konzert vorbereitet haben und Chefmoderator Werner Schulz. Alle drei wurden mit Blumen bedacht.

Mit dem Steigermarsch

Selbstverständlich durfte im Programm John Miles Welthit „Music was my first love“ nicht fehlen. Einfühlsam präsentierten die Musikerinnen und Musiker seine Liebeserklärung an die Musik. Zum Abschluss unterstrichen die Musikerinnen und Musiker mit dem Fäaschtbänkler-Song „Ein Leben lang“, dass für sie „Musik nicht nur ein Moment“ ist, sondern diese sie ein ganzes Leben lang begleitet. Die lautstarken Zugabe-Rufe des begeisterten Publikums erfüllte das Orchester zunächst mit dem wohl meist gespielten Marsch der Welt, dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik. Den endgültigen Schlusspunkt setzte der Musikzug traditionell mit dem Steigermarsch „Glück auf“.

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