21.05.2019 - 14:51 Uhr
HirschauOberpfalz

Nach Tierquälerei in Hirschau: Peta setzt 1000 Euro Belohnung aus

"Wir sind schockiert", schreibt die Tierschutz-Organisation Peta: Sie will, dass der Unbekannte gefunden wird, der in Hirschau einen Streichelhasen so gequält hat, dass er eingeschläfert werden musste - und setzt 1000 Euro Belohnung aus.

"Tierquälerei ist ein Verbrechen": So wie Tierfreunde bei einer Demonstration sieht es auch die Tierschutz-Organisation Peta. Sie hat 1000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise auf den Unbekannten, der in der vergangenen Woche in Hirschau einen Streichelhasen schwer misshandelt hat.
von Heike Unger Kontakt Profil

Ein Unbekannter hat in Hirschau zwischen Dienstag, 14. Mai, und Donnerstag, 16. Mai, einen zahmen Hasen in Hirschau schwer misshandelt. Das Tier, das regelmäßig frei in der Nachbarschaft herumlief, wurde auf einem dieser Streifzüge zweimal mit einem Luftgewehr angeschossen. Zudem wurden ihm beide Vorderläufe gebrochen und es hatte eine starke Verbrennung im Nacken.

Die Vorgeschichte

Hirschau

„Wir sind schockiert von der Grausamkeit des Täters und wollen helfen, diese schreckliche Misshandlung aufzuklären“, meldet sich jetzt Judith Pein im Namen von Peta zu Wort und betont: „Der Tierquäler muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Die Amberger Polizei ermittelt bereits, Peta hat am Dienstag 1000 Euro Belohnung ausgesetzt "für Hinweise, die den Tierquäler überführen" Die Tierschützer bitten Zeugen, sich an die Polizei zu wenden. Hinweisgeber könnten sich aber auch bei Peta melden (01520/7373341 oder per E-Mail) – "auch anonym", wie die Tierschützer betonen. Sie verweisen auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren: "Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen." Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes geht davon aus, dass „geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter vorher bereits Tiere gequält“ haben.

Die Hirschauer Tierquäler hatte sein Opfer schwer verletzt vor die Tür der Hasen-Besitzerin in der Klaus-Conrad-Straße gelegt. Das Haustier waren so sehr malträtiert worden, dass ein Tierarzt den Streichelhasen einschläfern musste.

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