28.06.2020 - 15:03 Uhr
HohenburgOberpfalz

Nach dem Brand in Hohenburg: So kann es nicht bleiben

Nach dem Großbrand am Marktplatz Hohenburg ist die Ortsdurchfahrt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt. Die jetzige Situation kann so nicht bleiben, meint der Marktgemeinderat.

Die Staatsstraße durch den Ortskern in Hohenburg ist immer noch gesperrt. Gemeinsam ist man derzeit auf der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung, um die einsturzgefährdeten Häuser abzusichern.
von Paul BöhmProfil

Bei einer Nachlese zum Brand am 25. Mai informierte Bürgermeister Florian Junkes über den aktuellen Sachstand. Und ging dabei auch auf Vorwürfe eines der betroffenen Mieter ein. „Am Dienstagnachmittag, 26. Mai, ist bei der Gemeindeverwaltung von einem brandgeschädigten Mieter wegen einer Ersatzwohnung nachgefragt worden. Bereits einen Tag später, am Mittwoch, 27. Mai, wurde der Kontakt zu einem Vermietungswilligen hergestellt“, stellte Junkes dazu im Marktgemeinderat klar.

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Umsichtige Einsatzkräfte und Helfer

Bürgermeister Junkes bedankte sich im Gemeinderat nochmals ausdrücklich bei allen Helfern und Einsatzkräften: Sie hätten mit ihrer umsichtigen Handlungsweise größeren Schaden an den Nachbargebäuden verhindert. „Und ich stelle noch fest, dass sehr wohl von der Feuerwehr- und der Rot-Kreuz-Seite noch in der Brandnacht bei den Brandleidern nachgefragt wurde, ob Hilfe nötig wird“. Dies sei aber verneint worden, betonte Junkes mit Blick auf entsprechende Vorwürfe.

Derzeit ist der Markt Hohenburg laut Junkes in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, dem Straßenbauamt, dem Landesamt für Denkmalpflege und den Grundstückseigentümern daran, eine Lösung zu finden, damit die durch den Ort führende Staatsstraße wieder uneingeschränkt nutzbar wird. Derzeit ist die Durchfahrt auf Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht auf 3,5 Tonnen beschränkt.

Teilweise einsturzgefährdet

Wie der Bürgermeister auf Nachfrage von Marktgemeinderat Josef Weigert berichtete, laufen derzeit Gespräche mit den drei Eigentümern der vom Brand beschädigten Häuser. Schwierig mache es die Tatsache, dass alle drei Gebäude von einem Gutachter als teileinsturzgefährdet eingestuft worden sind und deshalb abgesichert werden müssen.

Es könne kein Dauerzustand sein, dass die „kleine Umleitung“ von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen über die Vorplätze der Häuser im Marktkern verläuft, war der Tenor in der Sitzung. Für eine weitere Sicherung der beschädigten Außenfassaden und der angebrannten Dachstühle seien nun die Eigentümer verantwortlich. An den derzeitigen Anblick wollen sich die Hohenburger nicht für längere Zeit gewöhnen, lautete die Meinung des Gremiums.

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