18.05.2018 - 20:00 Uhr
IllschwangOberpfalz

St. Piat und Illschwang frischen ihre Freundschaft auf 920 Kilometer überbrückt

Knapp 40 Personen aus Illschwang vertiefen in Frankreich die Freundschaft zwischen dem SV Illschwang und dem AS St. Piat. Die Gastgeber haben für die vier Tage ein eindrucksvolles Programm vorbereitet.

Beim Festabend, dem offiziellen Höhepunkt des Treffens, kommt es zum Austausch zahlreicher Geschenke.
von Norbert WeisProfil

Alle zwei Jahre finden abwechselnd in Illschwang oder in St. Piat offizielle Treffen statt, um die Freundschaft zwischen beiden Orten weiter zu vertiefen. Nachts um 2 Uhr machten sich die Illschwanger an Christi Himmelfahrt auf die Reise nach Frankreich. Im Vorfeld hatten Cassandra Pickel und Francoise Simonet die Begegnung bestens vorbereitet.

14 Stunden unterwegs

Auf der Hinfahrt machte die Reisegruppe einen Abstecher nach Paris, um sich einen Eindruck von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu verschaffen. Nach 14 Stunden war das Ziel, der Gemeindesaal in St. Piat, erreicht. Dort wurden die Illschwanger von ihren französischen Freunden schon erwartet. Zur Reisegruppe gehörte auch Bürgermeister Dieter Dehling. Nach der Quartierverteilung stand ein gemeinsamer, individuell gestalteter Abend mit den Gastgebern auf dem Programm.

Am Freitagvormittag folgte ein Empfang im Rathaus von St. Piat, zu dem Bürgermeisterin Michèle Martin eingeladen hatte. Sie dankte den Hauptorganisatoren auf beiden Seiten, von denen die Fortentwicklung der Freundschaft mit viel Herzblut gepflegt werde. Bürgermeister Dieter Dehling überbrachte ein Geschenk im Auftrag von Landrat Richard Reisinger, verbunden mit den besten Wünschen.

Anschließend ging es zum bereits 2002 feierlich eingeweihten "Garten Illschwang". Dort erfolgte die Enthüllung eines Wegweisers, der die 920 Kilometer lange Strecke zwischen beiden Orten anzeigt. Gefertigt hat ihn ein junger Schreinerlehrling aus St. Piat, der selbst ein begeisterter Teilnehmer der Partnerschaft ist.

Höhepunkt des Nachmittags war das traditionelle Fußball-Länderspiel zwischen beiden Orten. Vor dem Anstoß erklangen die Nationalhymnen. Die Spieler überreichten gegenseitig Präsente. Das Ergebnis - ein 5:1-Sieg der Gastgeber - war zweitrangig. Die Illschwanger hatten wacker gekämpft und sogar französische Unterstützung erhalten.

Einen sehr kurzweiligen Abend verbrachten alle im Gemeindesaal. Bei verschiedenen Spielen und Aktionen kam der Spaß nie zu kurz. Die Organisation dieses Abends hatte die Jugend der französischen Gastgeber übernommen.

Weltberühmte Kathedrale

Am Samstag brach die Illschwanger Gruppe auf nach Chartres. Dort stand eine umfangreiche Führung durch die weltberühmte Kathedrale auf dem Programm. Sie gehört zu den schönsten Kirchen der Welt. Vor rund fünf Jahren wurde mit der Renovierung begonnen, die aber noch lange nicht abgeschlossen ist. An diesem Wochenende lief an verschiedenen Plätzen in Chartres ein Mittelaltermarkt, den die Illschwanger auch ausgiebig besuchten.

Absoluter und offizieller Höhepunkt war am Samstagabend der Festabend. Daran nahmen von französischer Seite Marie-Claire Thomain, Präsidentin des Comité de Jumelage des Kantons Maintenon, und der 2. Bürgermeister von St. Piat, Didier Coolen, teil.

Gegenseitige Geschenke

Als Gastgeschenke gab es von Illschwanger Seite einen extra gefertigten speziellen Feuerkorb mit dem Wappen beider Orte, eine Steintafel für den "Garten Illschwang", regionale Spezialitäten und ein Fass Bier. Die Gastgeber revanchierten sich mit einer Glastafel mit einem passenden Schriftzug zur Freundschaft sowie ein umfangreiches Picknick mit französischen Spezialitäten. Für die hervorragende Organisation des Treffens bekamen Cassandra Pickel und Francoise Simonet von Marie-Claire Thomain Blumensträuße überreicht. Im Laufe des Abends boten Deutsche und Franzosen noch einige spezielle Tanzeinlagen.

Schwer und tränenreich war der Abschied am Sonntagmorgen. Alle freuen sich schon auf die nächste Begegnung im Mai 2020, dann wieder in Illschwang.

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