10.12.2019 - 13:03 Uhr
IllschwangOberpfalz

IHK wirbt für Umbau am Mariahilfberg: Moderne Bergwirtschaft als Chance

Das Thema Bergwirtschaft beschäftigt die ganze Region. Das zeigte sich jetzt auch bei einem Treffen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Illschwang. Von dort ging ein klares Signal aus.

Diskutierten zusammen mit den Mitgliedern des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach über künftige Chancen und Herausforderungen für die Region (von links): IHK-Geschäftsstellenleiter in Amberg Bernhard Reif, Gastgeber Hans-Jürgen Nägerl vom Landhotel Weißes Roß, Gremiumsvorsitzender Dr. Rolf Pfeiffer, stellv. Gremiumsvorsitzender Markus Frauendorfer und stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Weber.
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Die regionale Wirtschaft erachtet die Planungen am Mariahilfberg für dringend notwendig. Die Region braucht einen weiteren, leistungsfähigen und zeitgemäßen Gastronomiebetrieb, der die Attraktivität unserer Region erhöht", sagte der Vorsitzende des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach, Rolf Pfeiffer, laut einer Pressemitteilung.

Amberg

Man habe nicht damit gerechnet, dass die Aktivitäten weniger Gegner die Umsetzung des Projekts derart nach hinten werfen, erklärte Architekt Georg Zunner, der zu der Versammlung eingeladen war. Die Gegner hätten bewusst Unwahrheiten verbreitet, heißt es in der Presse-Info der IHK. "Eine zusätzliche Auffahrtsstraße, ein Kreisverkehr um die Kapelle oder ein weiterer Ausbau des Parkplatzes - solche Planungen hat es nie gegeben", wird Zunner zitiert. Es würden weder Straßen verbreitert noch die Waldkante verschoben. Der Hotelanbau schmiege sich in den Hang ein und behindere den Blick auf den Berg und die Wallfahrtskirche nicht. Nichtsdestotrotz habe die öffentliche Debatte dazu geführt, dass die Stadt für den Umbau eine formelle Bauleitplanung in die Wege leitete. Damit verzögere sich der Projektstart um rund ein Jahr. Laut IHK-Gremium sei das ein ungünstiges Zeichen für weitere Investoren, die mit ihren Vorhaben dazu beitragen, Amberg-Sulzbach attraktiver zu machen. "Die Bergwirtschaft ist ein entscheidender Standortfaktor unserer Region, der zukunftsfähig aufgestellt werden sollte. Wir befürworten daher die aktuellen Ausbau- und Modernisierungspläne für die Mariahilfberg-Gaststätte vollumfänglich und erwarten eine zügige Umsetzung und bestmögliche Unterstützung durch die Stadt Amberg", sagte Vorsitzender Pfeiffer.

Info:

Ausblick auf 2020

Insgesamt gehe es der Wirtschaft in der Region, bis auf wenige Ausnahmen wie der Druckbranche, weiterhin gut, heißt es in der Pressemitteilung. Dem kommenden Jahr blicken die Mitglieder des IHK-Gremiums Amberg-Sulzbach „gedämpft positiv“ entgegen. Die Herausforderungen blieben unverändert: Der Bürokratieabbau gehe zu langsam und die Suche nach qualifizierten Fachkräften gestalte sich sehr schwierig. Für die Betriebe gelte es, am Ball zu bleiben. „Stehenbleiben heißt verlieren“, bestätigte Gastgeber Hans-Jürgen Nägerl, der im Landhotel Weißes Roß mittlerweile mehr als 70 Mitarbeiter beschäftigt. Der Wandel der Mobilität werde zu tiefgreifenden Neuerungen in der Automobilindustrie und vieler von ihr abhängiger Unternehmen und Branchen führen. „Ein zentrales Element ist dabei der Einstieg in die Elektromobilität. Für die erfolgreiche Umsetzung braucht es Pioniere und Vorreiter bei Unternehmen, in der Politik und auch bei Verbänden“, zeigte sich Vorsitzender Rolf Pfeiffer überzeugt.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.