09.08.2021 - 16:04 Uhr
IllschwangOberpfalz

Kita-Container für 40 Kinder in Illschwang betriebsbereit

Normalerweise tut sich zum Ende eines Kindergartenjahres nicht mehr viel. Anders in der Kita St. Vitus in Illschwang: Da gilt es, noch einen Möbeltransport zu stemmen.

Vor dem Container versammelt: (von links) Bauleiter Reinhold Lang und sein Chef Josef Margraf, Kirchenpfleger Peter Falk, Kita-Leiuterin Sabrina Stibbe, Architekt Markus Rösch, Pfarrer Johannes Arweck, Sanitär- und Elektro-Planer Günther Pichl, die aktuelle VG-Kämmerin Elisabeth Voit und Bürgermeister Dieter Dehling
von Norbert WeisProfil

Mit einem Kostenaufwand von 500 000 Euro ist in den vergangenen Monaten ein Containerbau für die Kindertagesstätte St. Vitus in Illschwang entstanden. Er war notwendig, um mit einer Generalsanierung im Hauptgebäude beginnen zu können. Bereits Ende August soll es losgehen.

Zu den notwendigen Arbeiten gehören dabei die Erneuerung der Toilettenanlagen, der Fußböden und Decken, der Einbau einer zentralen Lüftungsanlage sowie die Schaffung von Rettungswegen mit entsprechenden Einbaumaßnahmen. Um mit den Arbeiten rechtzeitig starten zu können, war es erforderlich, übergangsweise einen Ersatz für die Räume der Kinderkrippe und der Marienkäfergruppe zu schaffen, die bisher im Altbau untergebracht waren. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten geprüft.

Nach langen Überlegungen entschieden sich die Verantwortlichen der katholischen Kirche, der Gemeinde und des Kindergartenbeirats für eine Container-Lösung. Unmittelbar vor Beginn der Sommerferien in der Kita lief nun auf der Propsteiwiese, in unmittelbarer Nachbarschaft zur künftigen Baustelle, die offizielle Bauabnahme. Zahlreiche Mütter und Väter packten am letzten Kindergartentag mit an und räumten Mobiliar sowie Material in die Container hinüber. Dort kann pünktlich am 1.September der Betrieb starten.

Markus Rösch gab Informationen aus Architektensicht. Der Containerbau hat Ausmaße von 15 mal 25 Metern, was einer Gesamtfläche von 375 Quadratmetern entspricht. Für die Kinderkrippe und die Marienkäfergruppe stehen insgesamt fünf Räume zur Verfügung. Hinzu kommen Materiallager, Technikraum, Sozialräume, Büro und Toiletten. Bei der europaweiten Ausschreibung kam das günstige Angebot für die Container vom Unternehmen Concept aus Österreich, das auch den Auftrag erhielt. Firmen aus der Region führten die Installations- und Erschließungsarbeiten sowie die Außengestaltung aus.

Bürgermeister Dieter Dehling dankte besonders der katholischen Kirche für die Bereitschaft, die benötigte Fläche auf der Propsteiwiese kostenlos zur Verfügung zu stellen. Der Containerbau befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptgebäude der Kita und zur Hackschnitzelheizung neben dem Pfarrhof und dem Pfarrzentrum Patrona Bavariae. Dadurch waren für die Verlegung der Versorgungsleitungen nur kurze Strecken erforderlich. Dehling lobte die gute Zusammenarbeit mit Kirchenpfleger Peter Falk.

Die Kosten bezifferte der Bürgermeister auf 500 000 Euro, wobei allein für den Container 400 000 Euro aufgebracht werden müssen. Die Maßnahme wird komplett von der Gemeinde finanziert. Der Bau befindet sich somit in ihrem Besitz und lässt Möglichkeiten offen, was damit geschehen soll, wenn die Renovierung abgeschlossen ist.

Die Leiterin der Tagesstätte, Sabrina Stibbe, drückte ihrer Freude darüber aus, dass jetzt bald mit der Generalsanierung des Hauptgebäudes begonnen wird. Den Container sah sie als gute Übergangslösung. Stibbe zeigte sich im nachhinein froh, dass die Maßnahme nicht in die heiße Phase der Corona-Pandemie gefallen ist. Die vorübergehende Auslagerung von der Krippe und einer Gruppe stelle eine erhebliche logistische Herausforderung dar.

Pfarrer Johannes Arweck betonte. "Kirche und Gemeinde wollen in der Kinderbetreuung nur das Beste. Dies zeigt die unmittelbar bevorstehende Generalsanierung." Sein besonderes Lob galt Kirchenpfleger Falk für sein Engagement.

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Hintergrund:

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Kita-Leiterin Sabrina Stibbe nennt für das kommende Kindergartenjahr folgende Zahlen:

  • Im Container: Krippe mit 15 Kindern und Marienkäfer-Gruppe mit 25 Kindern
  • Im Anbau am Hauptgebäude: zwei weitere Gruppen mit 25 und 15 Kindern
  • Personal: zehn pädagogische Fachkräfte und eine Praktikantin

 

 

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