27.03.2019 - 15:45 Uhr
KemnathOberpfalz

„Kompetent und menschlich“

Fast jeder zweite Hektar des Landkreises ist ein Wald. Da hat ein Forstdirektor viel zu tun. Dem neuen Chef der Forstbehörde in Kemnath, Dirk Lüder, ist davor nicht bange.

Den Forstdirektor Dirk Lüder (Zweiter von links) begrüßen Leitender Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Wenisch, Ministerialrat Gunther Ohrner und Landrat Wolfgang Lippert (von links) in seinem neuen Amt.
von Redaktion ONETZProfil

Seit Februar ist Forstdirektor Dirk Lüder der neue Leiter des Bereichs Forsten mit Sitz in Kemnath sowie stellvertretender Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Tirschenreuth. Nun wurde die offizielle Amtseinführung nachgeholt.

Ministerialrat Gunther Ohrner, Referatsleiter für den Bereich Forsten am Staatsministerium, sprach im Tirschenreuther Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nach der Begrüßung des Leitenden Landwirtschaftsdirektors Wolfgang Wenisch zunächst über Aufgaben und Brennpunkte der Forstverwaltung. Ohrner freute sich darüber, dass die Region mit Lüder einen „wirklich erfahrenen Forstmann“ gewonnen habe.

Der neue Bereichsleiter war nach Ablegen der Großen Staatlichen Forstprüfung im Jahr 1989 unter anderem am Forstamt Wunsiedel als stellvertretender Leiter tätig. Bevor er seinen Posten im Landkreis Tirschenreuth antrat, leitete er zwei Jahre lang den Bereich Forsten am AELF Kulmbach. Sowohl Wenisch als auch Ohrner „trauen ihm seine neuen Aufgaben zu“ und wollen mit ihm gemeinsam aktuelle Probleme aufgreifen, aber auch „strategisch in die Zukunft blicken“.

Einen ausführlichen Artikel zu Dirk Lüders Werdegang und seinem neuen Posten finden Sie hier.

Landrat Wolfgang Lippert freute sich, dass die offene Stelle so schnell neu besetzt worden ist. Er bezeichnete Lüder als „sehr kompetent und menschlich“. Er bringe die nötigen Voraussetzungen für die Bereichsleitung mit. Der Kemnather Bürgermeister Werner Nickl schloss sich den Worten des Landrats an und hoffte, „dass Lüder ein ebenso guter Berater wie sein Vorgänger sein wird“.

Da der in Bayreuth wohnhafte Forstdirektor allerdings „noch kaum in der Oberpfalz war“, überreichte Lippert ihm scherzhaft zwei Wörterbücher zur Verständigung mit seinen neuen Kollegen. Der Tirschenreuther Bürgermeister Franz Stahl wies darauf hin, dass der Wald eine emotionale Angelegenheit für die Menschen sei. Darüber hinaus biete er Touristen wie auch Bewohnern des Stiftlandes viel Erholung. Aus diesem Grund hoffe er auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem Forstdirektor.

Im Namen des Personalrats begrüßte Liane Preininger den Bereichsleiter auf seinem neuen Posten. Er selbst sprach zunächst über die Arbeit seines Vorgängers Forstdirektor Johann Weber, der nach insgesamt 16 Jahren Leitungsfunktion Ende vergangenen Jahres in Ruhestand gegangen war. Lüder erläuterte die hohe Bedeutung des Waldes und der Forstwirtschaft in der Umgebung: „Fast jeder zweite Hektar der Landkreisfläche ist mit Wald bestockt“. Deshalb sei es eine der Hauptaufgaben, die privaten Waldbesitzer in Zeiten des Klimawandels zu unterstützen. Außerdem wolle er Schüler für den Wald begeistern und deren Verständnis dafür fördern.

Den Fokus richte die Forstverwaltung in diesem Jahr besonders auf der Entwicklung des Borkenkäfers, der zunehmend die Fichtenbestände bedrohe. Der Vater eines Sohnes freute sich, auch im Hinblick auf genannte Herausforderungen, auf eine gute Zusammenarbeit.

Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgte Simeon Franz von der Kreismusikschule mit seinem Akkordeon.

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