04.06.2021 - 10:05 Uhr
Krickelsdorf bei HirschauOberpfalz

Krickelsdorf feiert Kirwa unter Corona-Bedingungen

Zu „normalen“ Zeiten wird Krickelsdorf alle Jahre am Wochenende nach Pfingsten zum Mekka der Kirwakenner. Nach der corona-bedingten Absage des Festes im Vorjahr luden die KLB und KLJB heuer zu einer „Kirwa light“ ein.

Wegen der Corona-Pandemie konnten die Krickelsdorfer trotz des 160-jährigen Jubiläums ihrer Dorfkapelle heuer nur eine „Kirwa light“ feiern. Dazu gehörte unbedingt der Festgottesdienst auf dem Dorfplatz, zu dem sich rund 70 Besucher einfanden. Auf dem Dorfplatz prangte auch eine Kirwabaum-Miniausgabe.
von Werner SchulzProfil

Die Katholische Landvolksbewegung (KLB) und die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) Krickelsdorf organisierten heuer eine kleine Kirwa. Gefeiert wurde ausschließlich an einem Tag, dem Dreifaltigkeits-Sonntag. Dies aus gutem Grund. Die Dorfkapelle ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Dieses Jahr hätte man allen Anlass gehabt, eine besonders zünftige Kirchweih zu feiern, da man das 160-Jährige der Dorfkapelle begehen kann. Corona-bedingt fiel das große Fest aus. Es gab weder ein ausgelassenes Kirwatreiben in und um das Dorfwirtshaus „Zur Linde“ noch Kirwapaare, die austanzten. Ganz verzichtet wurde auf einen Baum nicht. Auf dem Dorfplatz wurde ein kleineres, liebevoll geschmücktes Exemplar aufgestellt. Dazu brauchte man allerdings zur Unterstützung keinen Kran, wie es bei den letzten Kirwan der Fall war.

Gottesdienst am Dorfplatz

Stadtpfarrer Johann Hofmann konnte den Festgottesdienst auf dem Dorfplatz zelebrieren, wo man einen Freialtar aufgebaut hatte. Rund siebzig Gläubige feierten mit ihm die Heilige Messe, allesamt ausgestattet mit FFP2-Masken. Dreh- und Angelpunkt der Predigt von Stadtpfarrer Johann Hofmann waren die Lesung und das Evangelium des Hochfestes Dreifaltigkeit. Den Brief, den der Apostel Paulus einst an die Gemeinde in Rom geschrieben hat, hätte er auch an die Gemeinde in Krickelsdorf adressieren können. In ihm heißt es, dass alle Kinder Gottes sind, die sich vom Geist Gottes leiten lassen. Die Gottesdienstbesucher seien seit ihrer Taufe Kinder Gottes. Sie seien auf den dreifaltigen Gott getauft worden und hätten seitdem den Heiligen Geist empfangen. Vollendet worden sei dies in der Firmung.

Erst vor gut einer Woche hätten sich 52 junge Christen in der Stadtpfarrkirche firmen lassen. Es gebe viele Jugendliche, so der Prediger, aber sie seien nicht zu sehen. Sie ließen den Heiligen Geist und seine Gaben nicht wirken, sondern ließen sie verkommen. Es sei die Aufgabe aller, sich ständig zu erneuern. Man müsse sich permanent missionieren, also neu ausrichten. Dazu brauche es das Beten und Arbeiten. Das gelte für Kleriker wie Weltchristen in gleicher Weise auf den ihnen angestammten Platz.

Wirtsgarten-Besuch

Anschließend machten sich einige Gottesdienstbesucher auf zur „Linde“ in deren Wirtsgarten. Bewirtet wurde dort den ganzen Tag über nur, wer sich vorher angemeldet hatte und einen aktuellen Corona-Negativtest oder eine Zweifachimpfung vorweisen konnte. KLB-Vorsitzende Claudia Wiesmeth und Wirtin Linde Wittmann waren einig: „Es wird Zeit, dass wir wieder eine richtige Krickelsdorfer Kirwa feiern können – hoffentlich schon aufs Jahr!“

So lief die Kirwa zuletzt ohne Corona ab

Krickelsdorf bei Hirschau
Dreh- und Angelpunkt der Predigt von Pfarrer Johann Hofmann waren die Lesung und das Evangelium des Hochfestes Dreifaltigkeit. Den Brief, den der Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom geschrieben hat, hätte er auch an die Gemeinde in Krickelsdorf adressieren können. Schließlich seien alle Kinder Gottes, die sich vom Geist Gottes leiten lassen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.