14.10.2021 - 09:28 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Bau der Westumfahrung Kümmersbruck stellt Solarpark Köfering infrage

Anfang Dezember 2020 haben die Köferinger einen Solarpark abgelehnt, jetzt hat sich die Gemeinde Kümmersbruck im Zuge der Bauleitplanung erneut mit einem entsprechenden Antrag zu befassen. Die Dinge liegen aber diesmal anders.

Das Gelände links nach der Einfahrt in Tor II zur Firma Grammer in Richtung Köfering ist Vorbehaltgebiet für die Westumfahrung. Deshalb darf das Areal nicht mit einem Solarpark in den vorgesehenen Ausmaßen bebaut werden.
von Klaus HöglProfil

Der Solarpark in der Gemarkung Köfering, wie ihn bei der Sitzung des Kümmersbrucker Gemeinderats David Neidl vom gleichnamigen Landschafts- und Stadtplanungsbüro vorstellte, liegt in einem als Potenzialfläche ausgewiesenen Gebiet. Es handelt sich dabei, grob beschrieben, um eine vom Eigentümer als Acker und Wiese genutzte Fläche zwischen der Firma Grammer und dem Ortsausgang von Köfering links der Kreisstraße AS 27. Das Areal ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Der Solarpark Köfering soll im Endausbau gemäß den Festsetzungen im Bebauungsplan 4,44 Hektar umfassen, die reine Modulfläche ist mit 3,98 Hektar angegeben. Die Planung sieht eine komplette Einzäunung vor, bis 31. Dezember 2056 soll die Anlage wieder zurückgebaut werden. So die bisherige Planung.

Doch es gibt da ein Problem, wie sich bei der Gemeinderatssitzung herauskristallisierte. Das betreffende Gelände ist nämlich Vorhaltefläche für die Westumgehung, kann also wie vorgesehen gar nicht bebaut werden, jedenfalls nicht im geplanten Umfang. „Das vorgesehene Gelände bei Köfering wäre an sich ein guter Standort für den Solarpark, aber die Westumfahrung hat bei der Planung absolut Vorrang“, machte Bürgermeister Roland Strehl deutlich. Inzwischen hat nämlich das Staatliche Bauamt in Sachen Westumfahrung die baurechtlichen Fäden in der Hand, weshalb eine Abstimmung zwischen Planungsbüro und dem Straßenbauamt notwendig ist.

Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer trug die Bedarfsplanung 2021/22 für Kinderbetreuungsplätze vor. Andrea Meier und Renate Amrhein wiesen auf die eklatanten Probleme bei der Stellenbesetzung von Erzieherinnen hin. Eine personelle Änderung gibt es bei der Verwaltung: Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wird in widerruflicher Weise Melissa Gmelch als weitere Standesbeamtin für das Standesamt Kümmersbruck bestellt.

Die Gemeinde Kümmersbruck plant eine Änderung beim Bebauungsplan Kreuzhügel II und einen Bebauungsplan für das zwischen den bereits geplanten Flächen und Rochusbühl aufzustellen. Dabei handelt es sich um das Sondergebiet Norma und um das Bauvorhaben der Firma neben dem bestehenden Rewe-Markt. Bauamtsleiter Alexander Greiner trug die Stellungnahmen und Hinweise der Träger öffentlicher Belange vor, substanziellen Einwände hatte es nicht gegeben. Bei der Änderung ging es im Kern um den Stellplatzschlüssel.

Auch der Bebauungsplanung Siedlerstraße III war Thema im Gremium. Wie Greiner dazu erläuterte, mussten wegen des Kaufs von zwei Grundstücken durch einen Investor die Grundzüge der Planung angepasst werden, um auf den Flächen B 1 und B 2 verdichtetes Bauen zu ermöglichen. Nach Anpassung der Planung erfolgt eine weitere Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit.

Um Bau der Westumgehung von Kümmersbruck wird seit Jahrzehnten gerungen

Kümmersbruck

„Das vorgesehene Gelände bei Köfering wäre an sich ein guter Standort für den Solarpark, aber die Westumfahrung hat bei der Planung absolut Vorrang.“

Roland Strehl, Bürgermeister von Kümmersbruck

Hintergrund:

Bedarfsplanung 2021/22 für Kinderbetreuungsplätze

  • Kindergarten St. Antonius: für Kinder bis zur Einschulung 110 Plätze, Kinderkrippe 14 Plätze
  • Kindergarten St. Raphael: bis zur Einschulung 75 Plätze, Ferienbetreuung 15 Plätze, Kinderkrippen 31 Plätze
  • Kindergarten St. Nikolaus: bis zur Einschulung 25 Plätze, Kinderkrippe 12 Plätze
  • Kindergarten Arche Noah: bis zur Einschulung 100 Plätze, Hausaufgabenbetreuung 37 Plätze, Kinderkrippen 39 Plätze
  • Waldkindergarten Lengenfeld: bis zur Einschulung 28 Plätze
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.