08.06.2021 - 19:45 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Experten prüfen möglichen Bombenfund in Haselmühl

Schon 2019 wurden auf einem Grundstück in der Gemeinde Kümmersbruck zwei Bomben gefunden. Jetzt gibt es einen neuen Verdacht.

Eine der Bomben, die schon vor zwei Jahren auf dem Grundstück in Haselmühl in der Gemeinde Kümmersbruck gefunden und entschärft wurden.
von Andreas Royer Kontakt Profil

„Nachdem im Jahr 2019 in einem Grundstück am Ganghoferweg in Haselmühl in der Gemeinde Kümmersbruck (Landkreis Amberg-Sulzbach) zwei Bomben gefunden worden sind, hat sich am gleichen Baugrundstück eine weitere Verdachtsfläche ergeben“, schreibt der Kümmersbrucker Bürgermeister Roland Strehl in einer Pressemitteilung. Nach einer geologischen Sondierung könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine weitere Bombe im Grundstück befinde. Es könnte allerdings auch ein anderer Gegenstand sein.

Wie das Gemeindeoberhaupt weiter informiert, werde daher am Samstag, 26. Juni, im Laufe des Vormittages durch eine Grabung festgestellt, ob es sich um eine Bombe handle oder um einen sonstigen Gegenstand.

„Sollte sich ein weiterer Bombenfund herausstellen, wird ab 13 Uhr bis zur Entschärfung die Evakuierung angeordnet. In einem ersten Schritt wird dies ein 500-Meter-Radius sein, wie bei den beiden ersten Bombenfunden“, so der Bürgermeister.

Alle Grundstückseigentümer in diesem Radius informierte die Kümmersbrucker Verwaltung über diese besondere Situation. „Sollte es zu einer Evakuierung kommen, ist ein Aufenthalt in Ihrem Wohnhaus/Gebäude /Geschäftsgebäude etc. nicht mehr möglich (Aufenthaltsverbot). Dies wird vor Ort durch Einsatzkräfte mittels Lautsprecherdurchsagen kommuniziert und anschließend kontrolliert“, heißt es weiter im Wortlaut der Presseinformation.

Evakuierung möglich

Mit der frühzeitigen Bekanntmachung möchte die Gemeinde ermöglichen, dass betroffene Bürger etwa bei Verwandten untergebracht werden können. Sollte dies nicht umsetzbar sein, werde für diesen Zweck ein Sammelpunkt in den Jura-Werkstätten, Hans-Thoma-Straße 34, 92224 Amberg, eingerichtet. Der Transfer dorthin könne auch zwischen 13 und 14 Uhr – bei Bedarf auch länger – über Sammelbusse sichergestellt werden. Haltestellen dazu seien in der Godelmannsiedlung, bei der Sparkasse sowie in der Zeilenstraße (bei AWO) vorgesehen. Bei Bedarf werde auch ein Krankentransport eingesetzt.

Die Bewohner des Seniorenzentrums der AWO (Zeilenstraße 26) würden im DOM-COM in Ebermannsdorf untergebracht (bzw. durch den Rettungsdienst dorthin verlegt). Sollte ein größerer Evakuierungskreis gezogen werden müssen, gebe es entsprechende Hinweise per Lautsprecherdurchsagen. Für aktuelle Rückfragen sei die Telefonzentrale als Bürgertelefon unter 09621/708-0 verfügbar, schließt die Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung Kümmersbruck.

Mehr zum Bombenfund in Haselmühl im Jahr 2019

Haselmühl bei Kümmersbruck

Mehr zum zweiten Bombenfund in Haselmühl im Jahr 2019

Haselmühl bei Kümmersbruck
Viele Rettungsfahrzeuge standen 2019 in Haselmühl für den Ernstfall bereit.
Die Evakuierung von Senioren erforderte auch 2019 eine sichere Koordination.

 

 

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