04.10.2021 - 10:49 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Verkehrsverhältnisse an Einmündung der Zeilenstraße in Staatsstraße 2165 weiter in der Kritik

Ein schon länger schwelendes Thema sind die Verkehrsverhältnisse an der Staatsstraße 2165/Einmündung Zeilenstraße in Haselmühl. Bei einer Bürgerfragestunde des Kümmersbrucker Gemeinderats wird erneut Kritik an den Zuständen laut.

Die Verkehrsverhältnisse an der Einmündung der Zeilenstraße in die Staatsstraße 2165 ist nicht nur dem Bürgermeister ein Dorn im Auge.
von Klaus HöglProfil

Bei der ersten Sitzung des Gemeinderats Kümmersbruck nach der Sommerpause bemängelte Heinrich Schäfer: "Es geht nichts voran im Bereich der Einmündung der Zeilenstraße in die Staatsstraße 2165." Dem pflichtete Bürgermeister Roland Strehl bei und nannte den Grund für die Verzögerungen: „Es geht zäh, die Pläne sind alle fertig, aber wir kommen nicht ran.“ Als Verantwortliche dafür benannte er die nicht in Kümmersbruck wohnende Grundstückseigentümerin, von der ein Areal an der Staatsstraße 2165 benötigt werde. Die Frau sei nicht zu erreichen. Der Gemeinde liege nur die Kontaktadresse eines Anwaltsbüros vor, doch auch auf diesem Weg sei nichts zu machen.

Bei der Gemeinderatssitzung spielte auch der Neubau des Kindergartens St. Raphael nochmals eine Rolle, der seit 2017 im Gespräch ist. Das Gebäude wird an der Köferinger Straße neu gebaut, im Winter sollen nun die Bäume gefällt und das Gelände angepasst werden, ehe der alte Kindergarten abgerissen wird. Anwohner Dieter Schubert monierte in der Bürgerfragestunde die ungünstige Lage für einen so großen Neubau unmittelbar an der vielbefahrenen Köferinger Straße. Er wollte wissen, warum St. Raphael nicht abgerissen, das Gelände verkauft und an weit günstigerer Stelle gebaut worden sei - auch im Hinblick auf das zu erwartende Mehraufkommen an Autoverkehr bei 160 Kindern und Beschäftigten.

Bürgermeister Roland Strehl machte klar: "Der alte Kindergarten St. Raphael wurde eingehend untersucht und als nicht sanierbar eingestuft." Es habe keine andere Möglichkeit als einen Abbruch und einen Neubau gegeben. „Ich wüsste niemanden, der das Kindergartengebäude, so wie es jetzt ist, nutzen könnte“, erklärte Strehl. Was den zu erwartenden Verkehr betrifft, sagte er, dass Parkplätze nur mehr auf der Kindergartenseite errichtet würden. Unter dem Strich stellte der Bürgermeister fest: „Das ist ein optimaler Standort, wir haben keine anderen passenden Grundstücke. Deshalb der Neubau an gleicher Stelle", sagte er.

Von der Firma Freiflächen-Photovoltaikkraftwerke Greenovative GmbH Nürnberg lag ein Antrag auf eine Bauleitplanung vor. Das Unternehmen will in Kümmersbruck einen Solarpark errichten, laut einem Firmenvertreter könnte die vorgesehene rund 2,5 Hektar große Modulfläche rund 760 Haushalte versorgen. Die Anlage soll rechts neben der Staatsstraße 2165 zwischen Theuern und Lengenfeld entstehen, grob gesagt ein gutes Stück hinter dem Aussiedlerhof vor der Einfahrt nach Lengenfeld in südlicher Ausrichtung. Betroffen sind Grundstücke in der Gemarkung Köfering.

Gemeinde Kümmersbruck könnte energieautark sein

Kümmersbruck
Hintergrund:

Geplanter Solarpark

  • Ausrichtung: nach Süden
  • Nennleistung: rund 2 450 Megawatt Peak
  • Ertragsprognose: 1087 kWh/kWp
  • Stromertrag pro Jahr: 2 663 Megawattstunden
  • CO2-Einsparung pro Jahr: 1632 Tonnen
  • Versorgungsumfang: 760 Haushalte
  • möglicher Baubeginn: in 12 bis 24 Monaten
  • Flächenerweiterung: noch in Prüfung
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