25.02.2020 - 17:11 Uhr
Oberpfalz

Macht satt - und hilft bei Wehwehchen

Kartoffeln sind nicht nur ein leckeres Grundnahrungsmittel, sie können kleinere Krankheiten lindern. Omas Kartoffelwickel wirkt auch heute noch. Der Saft kann bei Sodbrennen helfen.

Stark gegen Sodbrennen und Erkältung, sanft zur Haut: die Kartoffel ist ein Gesundheitshelfer aus der Natur.
von Externer BeitragProfil

Ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen ist die Kartoffel, die auf natürliche Weise Symptome wie Hals- oder Ohrenschmerzen lindern kann. Aber auch bei Sodbrennen oder Hautausschlägen ist "Dr. Kartoffel" als schneller Helfer zur Stelle.

Das kannte schon Oma - Kartoffel-Wickel:

Erkältungen gehen oft mit Hals- oder Ohrenschmerzen einher. Hier hilft ein Kartoffel-Wickel, der schon zu Omas Zeiten ein nützliches Hausmittel gewesen ist. Dieter Tepel, Geschäftsführer der Kartoffel-Marketing GmbH, erklärt: "Bei Hals- oder Ohrenschmerzen schafft Wärme oft Linderung. Weil Kartoffeln zu 80 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie besonders gute Wärmespeicher und eignen sich daher ideal für warme Wickel."

Hierfür nicht zu heiße, gekochte Kartoffeln zu einem Brei zerdrücken und in ein Küchentuch geben. Dieses dann so lange auf Hals oder Ohren legen, bis der Brei erkaltet ist. Die Wärme kurbelt lokal die Durchblutung an und führt dazu, dass mehr Abwehrzellen zu den Krankheitserregern gelangen, wo sie diese bekämpfen können.

Wenn es im Magen brennt - Kartoffelsaft:

Bei Magenproblemen wie Sodbrennen habe sich Kartoffelsaft bewährt. Da er basisch sei, lindere er Schmerzen, die durch die Magensäure verursacht würden. Bei akuten Beschwerden empfehle es sich, morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Zubettgehen ein Glas mit 100 Milliliter Kartoffelsaft zu trinken.

Ganz leicht gelingt dieser in einem Entsafter. Wer keinen zur Hand hat, raspelt rohe, geschälte Kartoffeln fein, gibt die entstandene Masse in ein sauberes Geschirrtuch, wringt sie darin aus und fängt den Kartoffelsaft in einer Schale auf.

Schnelle Hilfe bei Hautausschlägen - Kartoffelscheiben:

Auch bei leichten Hautausschlägen oder Neurodermitis sei die Kartoffel ein natürlicher Helfer. Bei Hautausschlag Kartoffelmehl mit einem Wattepad auf juckende und unangenehme Ekzeme tupfen. Dies mindere den Juckreiz und beruhige die Haut.

Zudem lasse die Kartoffel raue Haut und müden Teint schnell wieder frisch und strahlend aussehen. Hierzu rohe Kartoffeln schälen und reiben. Den Brei danach auf die betroffenen Hautstellen auftragen und etwa 20 Minuten einwirken lassen. So werde die Haut optimal mit Feuchtigkeit versorgt und selbst spröde Stellen an Ellbogen und Knien würden wieder streichelzart.

Wer krank ist, dem fehlt oft der Appetit. Gesund, lecker und auch bei Schluckbeschwerden problemlos zu genießen ist eine Erbsen-Kartoffelsuppe mit Kokos und Minze.

Mehr Informationen, vielseitige Rezepte und Tipps rund um die Kartoffel gibt es unter www.die-kartoffel.de.

Wer krank ist, dem fehlt oft der Appetit. Gesund, lecker und auch bei Schluckbeschwerden problemlos zu genießen, ist eine Erbsen-Kartoffelsuppe.
Rezept:

Erbsen-Kartoffelsuppe mit Kokos und Minze

Zutaten:

200 Gramm mehligkochende Kartoffeln

450 Gramm Erbsen (TK)

2 Schalotten

20 Gramm Ingwer

1 Stängel Zitronengras

2 Esslöffel Sonnenblumenöl

1 Liter Gemüsebrühe

200 Milliliter Kokosmilch

1 Zitrone oder Limette

1 Handvoll Minze

Zubereitung:

Kartoffeln, Schalotten und Ingwer schälen und fein würfeln. Das Zitronengras leicht anquetschen. Die Erbsen auftauen lassen.

Das Öl in einen Topf geben, heiß werden lassen und Kartoffeln, Schalotten und Ingwer mit dem Zitronengras glasig darin anschwitzen. Das Ganze mit der Brühe ablöschen und etwa zehn Minuten zugedeckt kochen lassen.

Die Erbsen in den Topf geben und weitere fünf Minuten garen. Dann Kokosmilch, Limetten- oder Zitronensaft und Minze hinzufügen.

Das Zitronengras entfernen und alles mit einem Stabmixer fein pürieren.

Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt oder warm servieren. (exb)

Tipps:

Auf die Pelle: Kartoffeln schälen

Ob gebraten, gekocht, gestampft oder gefüllt – die meisten Kartoffeln sollten vor der Zubereitung geschält werden. Doch wie befreit man die Knollen eigentlich am besten von ihrer Schale?

Manchen Küchenmeistern geht während des Kartoffelschälens viel Zeit verloren und auch einmal das ein oder andere Knollenstück. Wer gekochte Kartoffeln schnell schälen möchte, dem hilft ein einfacher Trick: die Rundschnitt-Technik.

Hierfür die Schale der rohen Kartoffel mit einem scharfen Messer in der Mitte rundherum einritzen. Dabei sollte man darauf achten, nicht zu tief in die Kartoffel zu schneiden. Die Kartoffeln anschließend ganz normal im Salzwasser kochen, abgießen und direkt mit kaltem Wasser ordentlich abschrecken.

Von der noch warmen Kartoffel lässt sich die Schale danach ganz einfach links und rechts per Hand abziehen. Wer rohe Kartoffeln schälen möchte und daher nicht den Rundschnitt-Trick nutzen kann, greift zum Kartoffelmesser oder Sparschäler.

Die gerundete Klinge von speziellen Kartoffelmessern eignet sich hervorragend, um Kartoffeln einfach von ihrer Schale zu trennen.

Ist hier jedoch nicht gerade ein Schälprofi am Werk, verlieren die Knollen oft nicht nur ihre Schale, sondern teilweise auch einen großen Teil des Fruchtfleisches. Ein Sparschäler ist dann meist die bessere Wahl.

Richtig angewendet, entfernt er nur die oberste Schicht der Schale und passt sich beim Schälen leicht an die Rundungen der Kartoffel an. Damit das Kartoffelschälen einfach von der Hand geht, sollten Köche stets darauf achten, ihre Klingen in einem guten Zustand zu halten.

Es empfiehlt sich, die Schälmesser von Hand zu reinigen, da die oft scharfen Reiniger in der Spülmaschine die Klingen angreifen und stumpf machen können. (exb)

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