30.06.2021 - 14:32 Uhr
Michelfeld bei AuerbachOberpfalz

Wichtiger Treffpunkt in Michelfeld: Saniertes Pfarrzentrum St. Otto gesegnet

Jetzt, da Veranstaltungen allmählich wieder möglich werden, bekommt Michelfeld sein kirchliches und gesellschaftliches Zentrum zurück. Möglich gemacht hat das, neben anderen, ein Mann, der diese Stunde nicht mehr miterlebt.

Blick in die Runde der Gäste beim Segnungsakt im Saal des sanierten Pfarrzentrums St. Otto.
von Externer BeitragProfil

Vertreter der Gruppen, die das Pfarrzentrum St. Otto nutzen, und eine Reihe Beteiligter an den Sanierungsarbeiten trafen sich am Dienstagabend zur Segnung der fertiggestellten Räume. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Erwin Holl, Pater Markus Flasinski und Bürgermeister Joachim Neuß gedachten in ihren Ansprachen des verstorbenen Johannes Lindner, der als Pfarrgemeinderatsvorsitzender, Kirchenverwaltungsmitglied und Fördervereins-Vorsitzender Sorge für den Fortbestand des Pfarrzentrums getragen habe.

Johannes Lindner vielfältig in Michelfeld engagiert

Michelfeld bei Auerbach

1972 wurde der Grundstein gelegt für den Gebäudekomplex, 1975 erfolgte die Fertigstellung. Neben einem Saal mit Bühne, Nebenräumen und einer Kegelbahn fand auch der Kindergarten Michelfeld darin Platz. Als das Haus in die Jahre kam, gab Lindner, von Anfang an eine treibende Kraft bei der Bereicherung des Dorfzentrums, 2009 den Anstoß zur Gründung des Fördervereins St. Otto. Er unterstützte die Finanzierung der energetischen Maßnahmen, die Erweiterung um eine Kinderkrippe und die Sanierung des Kindergartens. Die Verdienste von Johannes Lindner hält eine im Eingangsbereich des Pfarrzentrums angebrachte Tafel fest. Anerkennung fand auch das ehrenamtliche Engagement von Anita Kohl bei der Planung, Organisation, Überwachung und Leitung der Arbeiten.

Pater Markus Flasinski, leitender Pfarrer des Seelsorgebereichs Auerbach-Pegnitz, hob hervor: "Wir haben nicht nur wunderschöne Kirchen und Türme, sondern auch ein schönes großes Pfarrzentrum. Zusammensein hat wieder einen Ort." Dabei dachte er sowohl an heitere Theaterabende als auch an Gespräche über ernsthafte Themen. Dem Bistum, der Pfarrei St. Johannes der Evangelist und dem Förderverein dankte er für die von ihnen übernommenen Kostenanteile an der Sanierung. Zur Segenszeremonie mit Gebet, Weihwasser, Kreuzzeichen und Vaterunser sang der Kirchenchor um seine Leiterin Brigitte Kormann.

Bürgermeister Joachim Neuß erinnerte sich an die Zeiten, in denen die Sanierung an den Kosten zu scheitern drohte. Den Betrag von 255 511 Euro zu stemmen, ermöglichten dann unter anderem auch die von der Regierung bewilligten Fördergelder aus der Initiative „Innen statt Außen“. Diese 112 000 Euro stockte die Stadt Auerbach auf 155 000 Euro auf, den Rest steuerten Bistum, Pfarrei und Förderverein bei. Besonders stellte Neuß den Einsatz von Anita Kohl heraus: "Wie immer hat sie super hartnäckig gekämpft für ihr Michelfeld."

Nachdem er vom Bürgermeister eine Uhr mit dem Logo der Stadt bekommen hatte, holte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holl einen Blumenstrauß für Anita Kohl hervor. Von Bianca Fuchs, der Schatzmeisterin des Fördervereins, kamen Dankesworte und ein Blumenstock. Anita Kohl freute sich über die erfahrene Anerkennung und äußerte sich zufrieden mit dem Ergebnis. Sie wünschte dem Pfarrzentrum viele Leute, die darin Freude und Spaß erleben. Damit verband sie die Hoffnung, dass alle schätzen, was sie hier vorfinden und entsprechend sorgsam damit umgehen.

Das Lied „Irischer Segensgruß“ des Kirchenchors schloss den offiziellen Teil des Abends ab und leitete über zum Stehempfang im St.-Otto-Saal. Im persönlichen Gespräch gestand Anita Kohl, es sei zu viel der Ehre, denn gelungen sei vieles auch durch die aktive Mithilfe von Hausmeister Franz Weber, der in der Zeit der Sanierungsarbeiten immer mit Rat und Tat zur Verfügung stand.

In zehn Jahren 88 000 Euro mobilisiert

Michelfeld bei Auerbach
Dankesworte spricht Bianca Fuchs, Schatzmeisterin des Fördervereins, an Anita Kohl.
Segnung durch Pater Markus Flasinski, den stellvertretenden Dekan des Dekanats Bayreuth und leitenden Pfarrer des Seelsorgebereichs Auerbach-Pegnitz.
Dankesworte spricht Bianca Fuchs, Schatzmeisterin des Fördervereins, an Anita Kohl.
Bürgermeister Joachim Neuß bei seinem Grußwort.
Die neue Tafel im Eingangsbereich.

 

 

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