11.02.2021 - 13:00 Uhr
MitterteichOberpfalz

Stadtrat Mitterteich grenzt Standorte für Solarparks ein

Per Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat Mitterteich die möglichen Standorte von Freiflächen-Photovoltaikanlagen eingegrenzt. Ein Thema war auch der geplante Solarpark bei Oberteich: Hier ging es um Auswirkungen auf Natur und Bahnverkehr.

Im Mitterteicher Gemeindegebiet sind Freiflächen-Photovoltaikanlagen nur an der Autobahn und an der Bahntrasse sowie in einem festgelegten Bereich bei Kleinsterz zulässig – diesen Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat gefasst.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Immer wieder gibt es Anfragen für den Bau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Mitterteicher Gemeindegebiet. Daher hatte der Stadtrat im Sommer vergangenen Jahres eine Standortanalyse durch das Planungsbüro Bartsch in Auftrag gegeben. Wie jetzt aus den Bekanntgaben von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung hervorging, hat der Stadtrat auf dieser Basis im November einen Grundsatzbeschluss zur Bauleitplanung von Solarparks gefasst.

Stadtrat lässt für Standortanalyse für den Bau von Solarparks erstellen

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Demnach ist die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen in planmäßig festgehaltenen Bereichen bei Kleinsterz, neben der Autobahn und an der Bahntrasse möglich. Zudem ist für den Bau jeder dieser Anlagen in den genannten Bereichen eine Einzelfallentscheidung des Stadtrats erforderlich. Interessenten müssen dem Gremium einen Plan vorlegen, in dem die festgelegten Bereiche mit Flächenangaben eingezeichnet sind.

In der jüngsten Sitzung am vergangenen Montag ging es auch zum wiederholten Mal um den geplanten Bau einer Freiflächen-Solaranlage mit einer maximalen Leistung von knapp 2000 Kilowatt an der Bahnlinie zwischen Oberteich und Triebendorf. Im November 2020 hatte der Stadtrat das Vorhaben an dieser Stelle begrüßt und den vorgelegten Entwurf der Bauleitplanung für das „Sondergebiet für Sonnenenergienutzung“ gebilligt. Zugestimmt hatte das Gremium damals auch der Empfehlung von Landschaftsarchitekt Bernhard Bartsch, ein Blendgutachten erstellen sowie eine artenschutzrechtliche Prüfung durchführen zu lassen.

Zwischen Oberteich und Triebendorf soll ein Solarpark entstehen

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Nun lagen die Ergebnisse beider Untersuchungen vor. Bürgermeister Stefan Grillmeier informierte, dass laut dem Gutachten einer Hamburger Firma eine potenzielle Blendwirkung auf den Bahnverkehr als "geringfügig" und "vernachlässigbar" eingestuft werde. Spezielle Schutzmaßnahmen seien daher nicht erforderlich.

Schaffung von Blühflächen

Die naturschutzfachlichen Belange wurden in Zusammenarbeit mit dem Vorhabenträger und der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Tirschenreuth abgeklärt. Ein Biologe habe nach einer Untersuchung des Geländes auf mögliche Auswirkungen des Bauvorhabens auf bodenbrütende Vögel hingewiesen, so Bürgermeister Grillmeier. Vorgeschlagen wurden daher konfliktvermeidende Maßnahmen wie die Beschränkung der Bauphase auf die Zeit außerhalb der Brutphasen und die Schaffung von Blüh- und Brachestreifen. Der Vorhabenträger habe sich daraufhin bereit erklärt, eine 1,5 Hektar große Blühfläche für drei verlorene Feldlerchenreviere anzulegen. Geregelt würden die artenschutzrechtlichen Maßnahmen über einen städtebaulichen Vertrag, wie es weiter hieß.

Kommentar zum Thema Freiflächen-Solaranlagen von Udo Lanz

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Der Stadtrat hatte keine Einwände gegen die Einarbeitung der Untersuchungsergebnisse und der angeregten Änderungen in die Bauleitplanung. Mit dem Beschluss wurde die Verwaltung auch beauftragt, die weiteren Schritte der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung durchzuführen.

Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten

Grünes Licht erteilte der Stadtrat für ein weiteres Vorhaben zur Schaffung von Wohnraum. In der Dr.-Theobald-Schrems-Straße soll ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten und Fertigteilgaragen entstehen. Bürgermeister Stefan Grillmeier freute sich über das Projekt, das auf einem Grundstück realisiert werden soll, das die Stadt auf den Markt gebracht und beworben habe. „Es fügt sich in das Ortsbild gut ein und ist eine Aufwertung für den Bereich Wohnen in der Stadt“, so Grillmeier zu dem Gebäude. Aus dem Gremium gab es nach der Begutachtung der Pläne keinerlei Einwände gegen das Projekt.

Ebenfalls genehmigt hat der Stadtrat den Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Großensterz. Das Vorhaben zeige, so Bürgermeister Grillmeier, dass es nun auch Lückenschlüsse auf den Dörfern gebe.

Im Stadtrat ging es auch um einen Antrag für ein Bauwerk, das schon seit Jahren steht

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