06.08.2020 - 10:22 Uhr
Oberpfalz

Mut zur Veränderung

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Wir neigen dazu, Unangenehmes auszuhalten. Glücklich macht das jedoch nicht. Trauen Sie sich, die Regie für das eigene Leben zu übernehmen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Nichts ist besser als das Gefühl, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
von Autor EWAProfil

"Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern", wusste schon der chinesische Philosoph Konfuzius. "Große Veränderungen in unserem Leben können eine zweite Chance sein", erkannte auch Schauspieler Harrison Ford. Und der Dalai Lama sagt: "Veränderung ist immer möglich. Wir müssen sie nur wollen und dementsprechend handeln." Eigentlich wissen wir alle es doch ganz tief in unserem Inneren: Veränderungen tun gut. Egal, ob es nun darum geht, uns endlich aus einer Beziehung zu befreien, aus der wir längst herausgewachsen sind. Oder um den Job, der uns nur noch quält und längst keine Freude mehr macht. Oder um das Haus, das wir geerbt haben, aber in dem wir eigentlich gar nicht leben wollen, weil wir uns dort unwohl fühlen.

Dennoch neigen wir Menschen oft dazu, Situationen auszuhalten, statt diese einfach zu ändern. Wir haben Angst davor, dass uns eine große Veränderung den Boden unter den Füßen wegzieht. Denn bevor wir merken können, wie gut uns diese wirklich tun kann, müssen wir uns erst einmal zu einer folgenschweren Entscheidung durchringen und mit einer gewissen Unsicherheit klarkommen. "Was häufig passiert: Menschen verlieren sich in mentalen Schlaufen, im endlosen Analysieren und Grübeln, im Hängenbleiben bei vergangenen Erfahrungen", erklärt Sibylle Tobler, die das Buch "Die Kunst, über den eigenen Schatten zu springen oder wie Sie Schwierigkeiten beim Neuanfang meistern" geschrieben hat.

"Natürlich ist es wichtig, genau hinzuschauen und zu erkunden, wie man in die Situation gekommen ist, was dabei eine Rolle gespielt hat, wie man selbst dazu beigetragen hat. Doch häufig bleiben Menschen dabei hängen. Was nicht selten zum eigentlichen Problem wird und vom Handeln abhält." Wichtig sei es dann, den Mut und die Entschlossenheit aufzubringen, die Regie für das eigene Leben zu übernehmen und Nägel mit Köpfen zu machen. Oft verhindern auch bestimmte Anschauungen, die wir irgendwann einmal übernommen haben, dass wir das tun, was uns wirklich glücklich macht. "Ich kann meinen Partner doch nicht einfach alleine lassen", denken wir vielleicht. Oder: "Da muss ich eben durch. Die Arbeit muss ja keinen Spaß machen, sondern nur Geld bringen." Hören Sie auf damit, Ausreden zu finden. Seien Sie einfach mal ehrlich mit sich selbst und finden Sie heraus, was Sie wirklich wollen. Und dann: Handeln Sie! Glauben Sie mir, es lohnt sich. Auch eine Studie, die der Ökonom Steven Levitt an der Universitiy of Chicago zum Thema Veränderungen durchführte, beweist: Ging es um große Lebensentscheidungen, dann fühlten sich jene Probanden, die den Job gekündigt oder die Beziehung beendet hatten, nach einem Jahr viel besser als jene, die nichts verändert hatten.

Bevor Sie ganz große Entscheidungen treffen, können Sie auch erst einmal mit kleinen Veränderungen beginnen. Legen Sie sich eine neue Frisur oder ein neues Hobby zu, sagen Sie Verabredungen ab, auf die Sie keine Lust haben, oder richten Sie Ihr Wohnzimmer neu ein. Wenn Sie merken, wie gut Veränderung tut, wird Ihnen diese immer leichter fallen.

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