05.07.2020 - 14:35 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Der Neukirchener Bürgermeister Peter Achatzi im Porträt

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Natürlich haben ihn die Bürger ins Amt gewählt. Aber ein wenig liegt es wohl auch an den Genen, die der neue Bürgermeister von Neukirchen, Peter Achatzi, in seiner Familie vererbt bekam, dass er jetzt den Chefposten im Rathaus innehat.

Peter Achatzi in seinem Büro im Neukirchner Rathaus.
von Redaktion ONETZProfil

Sowohl Peter Achatzis Vater Gustav als auch sein Onkel Laurenz waren politisch aktiv. Laurenz Achatzi bekleidete viele Jahre das Amt als Ortsvorsitzender und des Fraktionssprechers der CSU in Neukirchen.

2001 stieg auch Peter Achatzi in die Kommunalpolitik ein, als ihn der damalige Ortsvorsitzende Wolfgang Rattai als Kandidat auf der Gemeinderatsliste vorschlug. Der Einzug in das Gremium gelang gleich beim ersten Versuch, und seither ist Peter Achatzi im Gemeindeparlament vertreten. Der Eintritt in die CSU war gleich mit der Übernahme des Amtes als 2. Ortsvorsitzender verbunden. Seit 13 Jahren ist er der 1. Vorsitzende des Ortsverbandes und mittlerweile auch drei Jahre als stellvertretender Kreisvorsitzender aktiv.

Zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Neukirchen

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Beruflich war nach einer Lehre als Sanitärinstallateur und dem Dienst als Zeitsoldat bei der Bundeswehr das Lehramt das berufliche Ziel. Als Fachlehrer an der Krötenseeschule und dann als Dozent am Staatsinstitut für Fachlehrer in Bayreuth war Achatzi vor dem Wechsel in die Politik Seminarleiter. Dabei hat er in der zweiten Phase der Lehrerausbildung in Mittelfranken bis zu 16 Fachlehrkräfte zur 2. Lehramtsprüfung geführt.

400 Spiele in der 1. Mannschaft

Im Ehrenamt hat er sich viele Jahre dem Fußballsport verschrieben. Sportlich im 1. FC Neukirchen groß geworden, bestritt er mehr als 400 Spiele für die 1. Mannschaft, um dann im Anschluss als Trainer in unterschiedlichen Jugendmannschaften bis zur 1. Mannschaft und als 2. Vorsitzender im Einsatz zu sein.

Bei der Vorbereitung der Kommunalwahl 2020 präsentierte die CSU Peter Achatzi als ihren Bürgermeisterkandidaten. „Das Einbinden der Bevölkerung im Wahlkampf, der eine intensive Zeit mit vielen – oft auch außergewöhnlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel dem Wahl-O-Mat war, werte ich als eine gute Erfahrung", sagt Achatzi. Er freue sich, dass innovative Ideen mit einer motivierten Mannschaft und die tolle Unterstützung der Kandidaten auch zu einem starken Listenergebnis geführt hätten.

Wie in Neukirchen der "Wahl-O-Mat" zum Einsatz kam

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Was sind die Schwerpunkte der begonnenen Amtszeit? Darauf angesprochen, nennt Achatzi das Thema Bauen, das seit vielen Jahren in Fraktion und Gemeinderat ein Schwerpunktthema ist. Wohnraum schaffen, um einheimischen Familiengründern und möglichen Zuzüglern Wohnraum oder Baugrund zu konkurrenzfähigen Preisen zur Verfügung zu stellen. „Nur so ist es möglich, die demografische Entwicklung positiv zu gestalten und die Auslastung unserer gemeindlichen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen wie Kinderkrippe, Kindergarten und Schule sicherzustellen.“

Schon lange ist Achatzi die Mobilfunkversorgung im Gemeindegebiet ein Anliegen und nicht zuletzt die Dorferneuerung, die Corona-bedingt erst im Herbst mit weiteren Veranstaltungen ihre Fortsetzung finden wird. „In den nächsten sechs Jahren gilt es jetzt, möglichst viele Vorstellungen und Ziele gemeinsam mit dem Gemeinderat umzusetzen.“

Wie Peter Achatzi bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats seine Ziele skizzierte

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Alles überschattendes Thema

Stichwort Corona: Die ersten Wochen von Peter Achatzi als neuer Bürgermeister wurden auch von dem alles überschattenden Thema geprägt. So stand der Schutz der Mitarbeiter zunächst im Vordergrund, was viele Absprachen notwendig machte. „Die Corona-Pandemie beschäftigte und beschäftigt die Angestellten in der Verwaltung umfangreich mit vielen neuen Aufgaben, die nach außen oft überhaupt nicht sichtbar werden. Dazu gehören die Beantwortung von Anfragen der Vereine, Organisationen und Bürger, das Erstellen von Hygienekonzepten“, so der Bürgermeister.

Wenn eine Lockerung wieder Abendtermine möglich macht, ist der Bürgermeister dabei auch gefragt. Achatzi freut sich darauf, dann wieder präsenter sein zu können. Er betont, dass bei Parallelveranstaltungen die weiteren Bürgermeister, mit denen eine sehr gute Zusammenarbeit bestehe, zum Einsatz kommen werden und bittet um Verständnis der Vereine für diesen Fall.

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