13.02.2019 - 18:34 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Ausgezeichnete Gäste

Die "Neustädter Korpulenz" ist an den beiden Tischen neben der Theke beim "Waldhauser" versammelt. Das sagt ein Gast, der sich nicht mehr dazwischen quetschen will. Es wird ausgezeichnet.

Neben dem Erfahrungsaustausch steht die Verleihung der Zoiglorden beim ersten Brauer- und Wirtestammtisch in der Zoiglstube "Waldhauser" im Mittelpunkt. Mit ihrer Unterschrift im geschnitzten Ordensbuch bestätigen alle den Erhalt der Unikate.
von Uwe Ibl Kontakt Profil

"Wo bin ich da hineingeraten?", schmunzelt Manfred Punzmann, besser bekannt unter dem Namen "Schoilmichl". Weil er das Bier für die Zoiglstube liefert, hat ihn Wirt Gerald Wickel mit eingeladen zur Premiere des Neustädter Brauer- und Wirtestammtischs. Da sitzen außerdem Michel Lang vom "Brucksaler", Michael Eismann aus dem Nachbarort Altenstadt und Dieter Moser vom "Bierhimmel" sowie die Familie Brewitzer von der gleichnamigen "Bierstube" zusammen mit Bürgermeister Rupert Troppmann und einigen Stammgästen.

Wickel hofft, dass sich aus diesem Stammtisch eine kleine Ideenschmiede für künftige gemeinsame Aktivitäten entwickeln könnte. Ob daraus eine Neuauflage des Zoiglfestes vom Jubiläumsjahr oder eine andere Aktion entstehen kann, muss sich zeigen.

"Konkret ist noch nichts geplant", meint Lang. "Man muss das genauso dosieren wie die Zoigltermine. Mit solchen Veranstaltungen muss man sich rar machen", nennt er ein Erfolgsrezept. Im vergangenen Jahr sei es die Kombination von 800-Jahrfeier, Wetter und eigenem Bier gewesen, die zur Begeisterung bei Gästen und Veranstaltern beitrug.

"Silentium!" Seine Lateinkenntnisse stellte Zoiglprinz Bernhard Lang mit der Aufforderung um Ruhe ein ums andere Mal wegen der angeregten Gespräche nicht nur der Wirte und Brauer beim Zoiglfasching unter Beweis. Schließlich stand erstmals nicht nur am Montag, sondern angesichts der besonderen Gäste auch noch am Dienstag die Verleihung der Zoiglorden auf dem Programm. Die, auch das war neu, durften sich in einem ebenfalls von Alfons Kistenpfennig handgeschnitzten Ordensbuch mit ihrer Unterschrift in Gold verewigen.

"Noch drei Verleihungen und ich fliege in die Karibik", freute sich der Schnitzer über den Andrang auf seine Unikate und die Spendenfreudigkeit der Ordensträger. Allerdings: "Momentan reicht es nur bis Gleißenthal." Prinz Bernhard sprach von einem fairen Lohn für die Arbeit des Künstlers und versprach, "wos drüber gaiht, gem ma an Rup fürs Brauhaus mit her." Schließlich handelt es sich 2019 um den Förder-Ziegel-Zoigl-Orden.

Prinzin Karina Kos hängte in gewohnter Manier nach Küsschen links, Küsschen rechts die hölzernen Plaketten den Auserwählten um den Hals. "Der Orden is a b'sondere Ehr', drum zeigt's nan immer her, dem Zoiglprinzenpaar auf Verlangen, dann habt's a nix zu bangen", gab Bernhard ihnen mit auf den Weg durch die Faschingszeit.

Zittern musste Hans Holfeuer, der bei der Ordenskontrolle negativ auffiel. Seine Ausreden, dass der Orden noch im Auto liege, halfen nichts. Erst als er versprach, Stammgastkrüge für das Prinzenpaar samt Gravur zu spendieren und die Zeche der Zoiglprinzin zu übernehmen, durfte er sich wieder setzen.

Zoiglprinzin Karina und Zoiglprinz Bernhard präsentieren das handgeschnitzte Zoiglordensbuch.
Auch Bürgermeister Ruppert Troppmann bekommt den Förder-Zöigl-Zoigl-Orden.
Prinzin Karina verleiht an Bierlieferant Manfred "Schoilmichl" Punzmann einen Zoiglorden.
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Verleihung der Zoiglorden beim ersten Brauer- und Wirtestammtisch beim "Waldhauser".
Schnitzer Alfons Kistenpfennig setzt seine Unterschrift mit goldenem Stift in das hölzerne Zoiglordensbuch.
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