05.10.2021 - 15:59 Uhr
Paulsdorf bei FreudenbergOberpfalz

Freisprechungsfeier der Bäckerinnungen Amberg und Schwandorf

Ohne sie schmeckt das tägliche Brot nur halb so gut. Bäcker und Lebensmittelfachverkäufer und Fachverkäuferinnen erhielten bei der Freisprechungsfeier der Bäckerinnungen Amberg und Schwandorf ihre Gesellenbriefe überreicht.

Über die Prüfungsbestleistung von Ilias Mahmuod (Zweiter von rechts) freuten sich auch der Schwandorfer Kreishandwerksmeister Ernst Maler (rechts) sowie Alfred Schuller (links), Obermeister der Bäckerinnung Amberg-Sulzbach.
von Autor GFProfil

Zwanzig Bäcker und Lebensmittelfachverkäufer und Fachverkäuferinnen erhielten bei der gemeinsamen Freisprechungsfeier der Bäckerinnungen Amberg-Sulzbach und Schwandorf in Paulsdorf (Gemeinde Freudenberg) ihre Gesellenbriefe, wobei Michael Morawe beim Bäckerhandwerk und Ilias Mahmuod bei den Fachverkäufern als Prüfungsbeste abschnitten.

Marion Juniec-Möller, die Dritte Bürgermeisterin der Stadt Schwandorf betonte, dass für die Bäcker und Lebensmittelfachverkäufer die Ausbildung nach drei Jahren nun abgeschlossen und mit der Gesellenprüfung das Fundament für eine berufliche Zukunft gelegt worden sei. Unter Berücksichtigung Corona-bedingter Einschränkungen sei die Leistung der Prüflinge um so höher einzuschätzen. "Mit der Ausbildung junger Menschen leisten die Ausbildungsbetriebe einen nahezu unbezahlbaren Beitrag für die Gesellschaft." Das Handwerk, so Juniec-Möller, sei die Basis unserer Wirtschaft und mittelständischen Betrieben sei es vielfach zu verdanken, dass der Leerstand in unseren Städten nicht noch mehr zunehme. Der stellvertretende Schwandorfer Landrat Richard Tischler meinte, Bäcker und Lebensmittelfachverkäufer seien Berufe mit großen Herausforderungen, denn im Lebensmittelhandel gelten strenge hygienische Regeln. Bäcker hätten es schwer gegen die Konkurrenz der Discounter mit ihren Backautomaten.

Gute Lebensmittel herstellen

Oberstudiendirektor Martin Wurdack, der Leiter des Beruflichen Schulzentrums Amberg betonte die hochqualifizierte Ausbildung im Bäckerhandwerk. In den vergangenen Jahren hätten es immer wieder junge Gesellen bis zum Bundeswettbewerb geschafft, aktuell sei Michael Morawe, der prüfungsbeste Bäcker dieses Ausbildungsjahrgangs für den Landeswettbewerb in Bayern nominiert. Die jungen Bäcker seien in der Lage, wirklich gute Lebensmittel herzustellen und dafür lege der Verbraucher gerne ein paar Cent mehr drauf. Der Innungsobermeister der Bäckerinnung Amberg-Sulzbach, Alfred Schuller, appellierte an seine neuen Bäcker, Fachverkäufer und Fachverkäuferinnen, ihrem Beruf treu zu bleiben, wenn auch Lehrzeit manchmal nicht leicht gewesen sei. Nahezu militärischen Ton schlug Alfred Schuller an, mit „aufstehen, Ihr seid hiermit freigesprochen, hinsetzen“. Nicht immer einfach sei die Lehrzeit gewesen, so Leon Grünthaler im Namen aller Prüflinge. "Man hat uns viel abverlangt. Es gibt zum Glück immer noch zahlreiche Schulabgänger, die sich für einen handwerklichen Beruf entscheiden und unser Gesellenbrief ist der Grundstein für unsere berufliche Zukunft." Die Lebensmittelfachverkäufer und Fachverkäuferinnen sowie die Bäcker haben in Backbetrieben in der Oberpfalz gelernt. Der prüfungsbeste Fachverkäufer, Ilias Mahmuod, in der Stadtbäckerei Schuller, Weiden. Michael Morawe, prüfungsbester Bäcker lernte in der Bäckerei Helmut Köstler, Maxhütte-Haidhof, konnte aber wegen seiner Nominierung für den Landeswettbewerb an der Freisprechungsfeier nicht teilnehmen.

Traditionsbäckerei Aures schließt

Sulzbach-Rosenberg

 

 

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