28.06.2021 - 14:40 Uhr
PoppenrichtOberpfalz

Johannisfeuer in Poppenricht und Freudenberg im kleinen Kreis

Ganz auf das traditionelle Johannisfeuer verzichten wollten die Pfadfinder Poppenricht nicht und luden zu einer Andacht mit Feuersegnung und Stufenaufstieg auf den Karmensöldner Berg ein. Dann loderten Flammen - auch in Freudenberg.

Beeindruckend war die Johannisfeuer-Andacht der Pfadfinder in Poppenricht. Insbesondere als der Holzstoß entzündet wurde.
von Externer BeitragProfil

Um die gebotenen Abstände zwischen den Hausständen wahren zu können, fiel das Johannisfeuer der Pfadfinder Poppenricht kleiner aus als gewohnt. Auch gab es keine Verköstigung mit Bratwurstsemmeln und Bier. Das tat jedoch dem Johannisfeuer-Gefühl keinen Abbruch. Der gute Draht nach oben zeigte sich, als abends die Wolken aufrissen und die Andacht unter trockenem Himmel gefeiert werden konnte.

Pfarrer Dominik Mitterer und Kuratin Regina Probst stellten ein Zitat von Lord Robert Baden Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung, in den Mittelpunkt ihrer Andacht: „Ich glaube, dass Gott uns in diese Welt gesetzt hat, um glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen.“ Gerade die Pandemie habe vielen gezeigt, dass das Leben mit all seinen Glücksmomenten letztlich ein Geschenk aus Gottes Hand ist, dass wir nicht kaputt- und krankmachen dürfen, hieß es.

Alle Teilnehmer bekamen ein Teelicht zum Entzünden mit der Einladung, über ihr persönliches Glück nachzudenken. Mit dem abgebrannten Streichholz durften sie alles ins Feuer werfen, was sie belastet und am Leben hindert. Die Pfadfinder gestalteten die Andacht aktiv mit und entzündeten mit Fackeln das Feuer, das Pfarrer Mitterer segnete.

Nach dem Feuersegen nahm Stammesleitung Marlene Dotzler den Stufenaufstieg vor: Jupfis, Pfadfinder und Rover legten ihr Versprechen ab und bekamen ihr Halstuch in der entsprechenden Farbe von ihrer Leitung ausgehändigt. Für stimmungsvolle musikalische Gestaltung der Andacht sorgte Felix Gleixner mit Gitarre und Gesang.

Auch in Freudenberg brannte am Nordhang des Johannisberges bei den Heiligen Drei Kreuzen ein weithin sichtbares Feuer, das die KLJB organisierte und die Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf überwachte. Auch hier wurde auf die geltenden Corona-Regeln geachtet. Der Wutschdorfer Pfarrer Moses Gudapati sprach den Feuersegen. Die Zuschauer waren aufgefordert daheim zu bleiben und das Feuer von der Terrasse oder vom Balkon aus anzuschauen. Die Feier wurde per Lautsprecher ins Tal übertragen. Die KLJB hat die Feier auch auf Youtube gestreamt.

Tradition derJohannisfeuer

Weiden in der Oberpfalz
Auch in Freudenberg brannte am 25. Juni ein Johannisfeuer.

 

 

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