10.10.2019 - 09:38 Uhr
Oberpfalz

Rehbraten - so einfach klappt das Wildgericht

Anja Auer erklärt drei Schritte zur perfekten Rehkeule. Rotwein, Wildfond, Kräuter und Gemüse zaubern eine schöne Sauce.

Mit Blaukraut, Knödel und Preiselbeeren schmeckt Reh besonders lecker.
von Externer BeitragProfil

Alle Fans von Wildgerichten kommen auf ihre Kosten: Mit einem einfachen, aber sehr leckerem Rezept. "Wir schnappen uns eine Rehkeule und zaubern uns in drei absolut einfachen Schritten einen feinen Rehbraten", sagt Anja Auer, die "Frau am Grill".

Die Rehkeule anbraten:

Alles was dazu benötigt wird, ist ein Bräter und Schmalz. Verwendet werden kann neutrales Butterschmalz, Griebenschmalz oder auch Sonnenblumenöl. "Die Rehkeule von beiden Seiten anbraten, damit sich schöne Röstaromen bilden."

Die Rehkeule schmoren:

Hierfür kommen nach dem Anbraten sämtliche weitere Zutaten in den Bräter: das Gemüse und die Kräuter. Anschließend mit Rotwein und der Brühe aufgießen. Man kann entweder eine Gemüsebrühe verwenden oder auch einen Wildfond, der natürlich vortrefflich zum Rehbraten passt. "Und Wildfond selber kochen ist wirklich sehr einfach."

Die Sauce zum Braten:

"Hierfür stellt man einfach, nachdem das Fleisch fertig geschmort ist, dieses warm und gießt sämtliches Gemüse und die Kräuter mit der im Bräter befindlichen Sauce durch ein Sieb." Die Flüssigkeit wird nun nur noch mit etwas Speisestärke angedickt ("kein Muss, jeder darf sie selbstverständlich auch dünnflüssig genießen"). Anschließend kommt das Gemüse wieder in die heiße Sauce.

Die Beilagen:

Spätzle oder Kartoffelknödel und Blaukraut. "Sehr passend zu Wildgerichten übrigens: ein Klecks Preiselbeermarmelade", so Anja Auer.

Zubereitung:

Karotte, Waldpilze, Lauch, Sellerie, Zwiebel sowie Knoblauch in kleine Stücke schneiden. Wenn nötig die Silberhaut von der Rehkeule entfernen.

Das Fleisch waschen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Schmalz in einem Bräter erhitzen und die Rehkeule von beiden Seiten scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Waldpilze und Gemüse in den Bräter geben, mit Wildfond ablöschen und mit Rotwein aufgießen. Nun das Fleisch mit dem Speck belegen. Anschließend die Kräuter auf das Gemüse legen.

Den Deckel auf den Bräter geben und die Keule in indirekter Hitze auf dem Grill (mit geschlossenem Grilldeckel) oder alternativ im Backofen bei rund 170 Grad etwa 90 Minuten schmoren lassen. "Die Kerntemperatur sollte zwischen 65 bis 75 Grad betragen."

Das Fleisch anschließend warm halten und die Flüssigkeit im Bräter durch ein Sieb gießen. Das Gemüse aufbewahren. Die Sauce in einen Topf geben und sofort zum Kochen bringen. Speisestärke in ein Gefäß geben und zwei bis drei Esslöffel von der abgegossenen Flüssigkeit hineinrühren. Die Mischung unter Rühren in die Sauce mixen, damit diese leicht andickt. Dann das Gemüse zurück in die Sauce geben. Das Fleisch in Scheiben von der Rehkeule schneiden. Mit der Sauce und den gewünschten Beilagen servieren.

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Zubereitungszeit:90 Minuten

Mehr Rezepte gibt es auf www.onetz.de/themen/rezept-woche

Das brauchen Sie: :

Rehbraten

Zutaten für vier Portionen:

1,5 Kilo Rehkeule

200 Gramm Frühstücksspeck

2 Esslöffel Griebenschmalz (alternativ: Butterschmalz)

1 Zwiebel

150 Gramm Sellerie

1 Karotte

1 Stange Lauch

200 Gramm Waldpilze

500 Milliliter Rotwein

4 Knoblauchzehen

500 Milliliter Wildfond (alternativ: Gemüsebrühe)

1 Zweig Rosmarin

1 Zweig Thymian

1 Zweig Oregano

Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken

Zum Schmoren wird die Keule mit Speck bedeckt.

Hier geht es zum Video

So wird Wildfond selbst gemacht:

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